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Das Zentrum der Weltwirtschaft verlagert sich zusehends nach Asien. Schwellenländer reifen zu Vorreitern, weniger entwickelte Nationen holen rasch auf. Seit 2018 gehören erstmals weltweit mehr Menschen ökonomisch der Mittelschicht an als in Armut leben oder von Armut bedroht sind. Ein wesentlicher Grund dafür ist das konstant hohe Wachstum der Länder Ost- und Südasiens.

Mitte November 2020 unterzeichneten 15 Länder aus dem asiatisch-pazifischen Raum (darunter bspw. Australien, China, Japan, Singapur, Südkorea und Neuseeland) die Regional Comprehensive Economic Partnership (RCEP). Gemessen an der Bevölkerungszahl stellt die RCEP die größte Freihandelszone der Welt dar, über 2,2 Milliarden Menschen leben in dieser Region. Zusammen machen sie fast ein Drittel des Welthandelsvolumens aus und liegen damit schon fast gleichauf mit der Europäischen Union (EU).

Vom „chinesischen Wirtschaftswunder“ haben viele deutsche Konzerne und Mittelständler profitiert. Beispielsweise bietet die „Belt and Road Initiative“, auch bekannt als Seidenstraßen-Projekt, zahlreiche Investitionsmöglichkeiten und vernetzt verschiedenste Wirtschaftsräume. Der eurasische Kontinent soll dadurch verstärkt zusammenwachsen. Die neue Seidenstraße führt von China ins Zentrum von Europa und endet am größten europäischen Binnenhafen in Duisburg.

Unabhängig davon bieten sich auch neue Chancen im asiatischen Wirtschaftsraum: Vietnam, Laos, die Philippinen oder Indonesien sind vermutlich die konjunkturell vielversprechendsten Staaten im südostasiatischen Pazifikraum. Sie zeichnen sich durch große Binnenmärkte aus, verfügen über hervorragend ausgebildete Arbeitskräfte und liegen logistisch günstig. Bemerkenswert ist zudem der gemeinsame Wunsch von EU und der asiatischen Staaten den Freihandel auszubauen. Ein Beispiel dafür ist das Freihandelsabkommen JEFTA, das seit 2020 die Zölle zwischen Japan und der EU weitestgehend eliminiert.

Der asiatisch-pazifische Raum schafft mit seiner Dynamik für viele deutsche Unternehmen die passenden Geschäftsmöglichkeiten. Wir unterstützen Sie dabei die, die Chancen der Region in erfolgreiche Geschäfte zu verwandeln.

In unserer Befragung von deutschen Unternehmen in China, dem German Business in China: Business Confidence Survey 2021/2022, wurde ersichtlich, dass China ein attraktiver Wachstumsmarkt für deutsche Unternehmen bleibt. Beispielsweise erwarten für 2022 60 Prozent der befragten Unternehmen ein Umsatzplus von über fünf Prozent und 41 Prozent eine Gewinnsteigerung um mehr als fünf Prozent. Ungeachtet dessen bringen Geschäftsaktivitäten in China auch zahlreiche Herausforderungen, wie dem Decoupling des Westens von China oder die Einführung des Sozialkreditsystems, mit sich.

Auch Indien ist ein Wachstumsmotor und wird in geopolitischen und wirtschaftlichen Fragen immer wichtiger, wie unsere Umfrage deutscher Unternehmen in Indien, der German Indian Business Outlook 2021, zeigt. Beispielsweise ist Deutschland Indiens wichtigster Handelspartner innerhalb der EU und sechstwichtigster Handelspartner weltweit. Bevölkerungswachstum, Wohlstandssteigerung und Bildungsoffensive, Indien stecken voller Möglichkeiten und Chancen. 

Japan, das sogenannte Land der aufgehenden Sonne, ist für seine Wirtschafts-, Kultur- und Innovationsleistungen bekannt. Wie unsere Umfrage: German Business in Japan 2021 zeigt, ist der japanische Markt für deutsche Unternehmen trotz der schwierigen Rahmenbedingungen durch die Covid-19-Pandemie weiterhin wirtschaftlich sehr profitabel und von hoher Bedeutung.

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