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Die USA sind der größte und wichtigste Exportmarkt für deutsche Unternehmen. Kommt es im bilateralen Handel beider Nationen zu Störungen, sind die Auswirkungen hierzulande deutlich zu spüren. Das zeigten beispielsweise die vorerst gescheiterten Verhandlungen zum transatlantischen Handels- und Investitionsabkommen (TTIP) zwischen der Europäischen Union und den USA, welches seit 2017 ruht und nicht in Kraft trat. Inzwischen sind diese Spannungen wieder etwas entschärft und die bilateralen Investitionsströme gewinnen an Fahrt. 

Die Vereinigten Staaten sind die führende Quelle für außereuropäische Auslandsinvestitionen in Deutschland. So beliefen sich die US-Direktinvestitionen in Deutschland im Jahr 2019 auf 148 Milliarden USD, was einem Anstieg von 8 % gegenüber 2018 entspricht. Auf der anderen Seite belief sich der Bestand an Direktinvestitionen aus Deutschland in den USA auf 373 Milliarden USD, ein Anstieg von 14 % gegenüber 2018. Darüber hinaus gingen fast 30 % aller deutschen Direktinvestitionen in die USA, was sie zum beliebtesten Investitionsziel deutscher Unternehmen macht. Im Gegenzug gehen etwa 10 % der ausländischen Direktinvestitionen aus den USA nach Deutschland. 

Allerdings stehen die USA nicht gleichbedeutend für Amerika. Auch der südamerikanische Raum bietet vielfältige wirtschaftliche Chancen, wenngleich diese Region für deutsche Unternehmen ein von Risiken geprägtes Terrain ist. Venezuela sei dabei nur als ein Beispiel genannt, wie politische Krisen sich massiv auf das volkswirtschaftliche Wohlergehen von Ländern auswirken können und Investitionsbemühungen konterkarieren. Andererseits bietet Südamerika auch vielversprechende Märkte: Brasilien gilt als größter Handelspartner Deutschlands auf der Südhalbkugel und bietet Investitionschancen für eine Vielzahl deutscher Unternehmen. Der German Desk in Brasilien betreut deutsche Unternehmen in Brasilien und brasilianische Unternehmen, die in Deutschland investieren wollen, mithilfe von bilingualen Expert:innen und maßgeschneiderten Services von KPMG.

Auch bei geopolitischen Fragestellungen, können bilaterale Partnerschaften und Auslandsinvestitionen neue Möglichkeiten schaffen. Wir unterstützen Sie bei zahlreichen Herausforderungen von der Bewältigung von Klimarisiken und dem Schutz vor Cyberkriminalität bis hin zur generellen Risikoabwehr und Innovationsentwicklung.

Unsere Befragung von deutschen Unternehmen in den USA, der German-American Business Outlook 2022, bietet mehr Informationen über die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen, die Zukunftserwartungen und die Trends der Unternehmen in diesem Wirtschaftsraum. Beispielsweise planen fast 8 von 10 Unternehmen, im Jahr 2022 wachsende Investitionen in den USA zu tätigen. Zugleich wollen im selben Zeitraum zwei Drittel (67 Prozent) der befragten Firmen ihr Personal in den USA aufstocken.