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21:48 Minuten

Der Markt der Schweizer Privatbanken zeigt eine grosse Dynamik: Während die starken Privatbanken 2020 Marktanteile gewinnen konnten, hatten die schwächeren Instituten Mühe, die rückläufigen Zinserträge zu kompensieren. In dieser Ausgabe des KPMG Expert Talk sprechen Philipp Rickert, Leiter Financial Services, und Christian Hintermann, Partner Financial Services, über die Ergebnisse der neusten Privatbankenstudie, die KPMG jährlich in Zusammenarbeit mit der Universität St. Gallen (HSG) durchführt.

«Wir beobachten eine zunehmende Polarisierung bei der Performance der Schweizer Privatbanken. Die führenden Institute erwiesen sich im Pandemiejahr als widerstandsfähiger als die kleineren Privatbanken.»

– Philipp Rickert, Partner bei KPMG

«Die Konsolidierung der Privatbanken hat sich beschleunigt – und dieser Trend wird weitergehen.»

– Christian Hintermann, Partner bei KPMG

Einblicke und Empfehlungen

  • Die Kluft zwischen den stärksten und den schwächsten Banken hat sich im Pandemiejahr weiter vergrössert. Die stärkeren Banken haben eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit gezeigt, während die schwachen Institute Marktanteile verloren haben.
  • Die starken Banken profitierten von den Bemühungen der letzten Jahre, die Kosten besser zu kontrollieren, das Kundenangebot zu optimieren und den Nettoneugeldzufluss zu steigern.
  • Schwächere Banken wurden von den drastischen Zinssenkungen in den USA und den sinkenden Kommissionserträgen getroffen. Dies hat sich auch in einem deutlichen Rückgang des Nettoneugeldzuflusses (NNM) und der verwalteten Vermögen (AuM) niedergeschlagen.
  • ESG bietet Schweizer Banken neue Wachstumschancen. Einige Banken haben bereits eine nachhaltige Produktepalette entwickelt und sind anderen Instituten weit voraus – das Potenzial von ESG ist jedoch noch lange nicht ausgeschöpft.

Experten