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Deutschland ist nach den Vereinigten Staaten, China und Japan die viertgrößte Volkswirtschaft der Welt. Seine Forschungsinfrastruktur und seine hochqualifizierten Fachkräfte ziehen Unternehmen aus der ganzen Welt an, die auf dem europäischen Markt Fuß fassen oder Produktionsanlagen errichten wollen.

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BIP: 2,5% Wachstum im Jahr 2022

Nach Angaben des ifo-Instituts wird das deutsche BIP im Jahr 2022 voraussichtlich um 2,5% wachsen, verglichen mit einem Wachstum von 3,3% in der Eurozone. Im ersten Quartal 2022 stieg das deutsche BIP preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,2% gegenüber dem vierten Quartal 2021. Wie unser Whitepaper "Deutschland in Zeiten nach dem Covid" zeigt, hat sich die deutsche Wirtschaft fast vollständig von der Covid-19-Pandemie erholt. Neue Herausforderungen wie Versorgungsengpässe, steigende Energiepreise und der Krieg in der Ukraine trüben jedoch die wirtschaftlichen Aussichten. 

Handelszahlen, internationale Wachstumsraten und Exportanteil

Das deutsche Handelsvolumen stieg stetig an, nachdem es 2020 aufgrund der Covid-19-Restriktionen, die zu einer geringeren Nachfrage nach deutschen Produkten führten, zurückgegangen war. Im Jahr 2021 konnte Deutschland seine Position als drittgrößte Exportnation der Welt nach China und den USA verteidigen. Der weltweite Wirtschaftsaufschwung im Jahr 2021, der vor allem von China und den USA getragen wurde, gab der deutschen Exportwirtschaft Auftrieb. Allerdings beeinträchtigen die durch den Krieg in der Ukraine verhängten Exportsanktionen den Außenhandel stark.

Im Mai 2022 exportierte Deutschland Waren im Wert von 125,8 Milliarden Euro (Rückgang um -0,5% gegenüber dem Vormonat) und importierte Waren im Wert von 126,7 Milliarden Euro (Anstieg um 2,7% gegenüber dem Vormonat).

Inflation

Deutschland bleibt von den Auswirkungen der weltweit steigenden Inflation nicht verschont. Aufgrund des Krieges in der Ukraine ist die Hauptursache für die hohe Inflation nach wie vor der Preisanstieg bei Energieprodukten. Auch bei vielen anderen Gütern, insbesondere bei Lebensmitteln, sind Preissteigerungen zu beobachten. Treibstoffrabatte und die Einführung des 9-Euro-Tickets drückten die deutsche Inflation im Juni jedoch überraschend auf 7,6 %, was einem Rückgang von 0,3 %-Punkten gegenüber dem Vormonat entspricht.

Neben temporären Basiseffekten aus der Vergangenheit machen sich zunehmend krisenbedingte Effekte wie Versorgungsengpässe und deutliche Preissteigerungen auf vorgelagerten Wirtschaftsstufen bemerkbar, was sich auch im Verbraucherpreisindex niederschlägt. Nach dem Ende der weltweiten Verknappung treiben die globale Nachfrage und der private Konsum die Preise in die Höhe. 

Menschlicher Wandel: Arbeitsmarkt, Fachkräftemangel und demografischer Wandel

Durch die flächendeckende Registrierung von ukrainischen Flüchtlingen in den Jobcentern ist die Zahl der Arbeitslosen im Juni 2022 im Vergleich zum Vormonat stark gestiegen. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit sind in Deutschland derzeit ca. 2.363.000 Menschen arbeitslos. Die Arbeitslosenquote stieg auf 5,2 %, das sind 0,3 Prozentpunkte mehr als im Vormonat, liegt aber immer noch 0,7 %-Punkte unter dem Niveau vom Juni 2021. Damit liegt die Arbeitslosenquote um 0,1%-Punkte über dem Niveau vor der Pandemie im März 2020.Der Fachkräftemangel belastet den Arbeitsmarkt weiterhin stark - insbesondere MINT-Fachkräfte (Naturwissenschaften, Technik, Ingenieurwesen und Mathematik) sind stark gefragt.

Nachhaltigkeit: Grüner Wasserstoff und Dekarbonisierung

Der Net Zero Readiness Index zeigt, dass Deutschland bei der Reduktion von Treibhausgasemissionen und der Erreichung von Klimaneutralität im weltweiten Vergleich zu den führenden Ländern gehört; Deutschland belegt Platz 5 in unserem Klimaschutz-Ranking.

Ein Schwerpunkt der Bundesregierung in Sachen Klimaschutz ist die Produktion von grünem Wasserstoff. Insbesondere Norddeutschland gilt als Modellregion für grünen Wasserstoff und nachhaltige Energieerzeugung. Ein hoher Anteil an nachhaltiger Energieerzeugung (42% im Jahr 2020) rechtfertigt Deutschlands Platz 3 im Sector Readiness Ranking.

Möchten Sie mehr über die Rolle Deutschlands auf den Weltmärkten erfahren? Klicken Sie hier, um zu unserem Business Outlook zu gelangen.

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