Welche Technologien und Systeme sind für das Rechnungswesen von besonderer Relevanz, welche Prozesse sind bereits digitalisiert und wo hapert es noch?

Mit diesen Fragestellungen beschäftigen wir uns in unserer Studie „Digitalisierung im Rechnungswesen“, die wir im fünften Jahr in Folge gemeinsam mit der Ludwig-Maximilians-Universität München durchgeführt haben.

Für die Studie haben wir den Status quo und Entwicklungstendenzen der Digitalisierung im Rechnungswesen untersucht. Zusätzlich haben wir aufgegriffen, welche Auswirkungen die Corona-Pandemie auf die digitale Transformation hat.

Corona-Pandemie hat bei der Mehrheit die Digitalisierung im Rechnungswesen angekurbelt

So geben 61 Prozent der Unternehmen an, dass die Pandemie die Digitalisierung im Rechnungswesen beschleunigt hat. Doch sie hat auch Probleme aufgedeckt: Für 60 Prozent der Unternehmen war die fehlende Durchgängigkeit von digitalen Prozessen die größte Hürde und die Hälfte der befragten Firmen hatte Probleme aufgrund fehlender digitaler Belege und anderer Dokumente .

Nichtfinanzielle Berichterstattung wird wichtiger, aber IT-Unterstützung fehlt

Für die nichtfinanzielle Berichterstattung gibt es bei der Mehrheit der befragten Unternehmen noch keine digitalen Prozesse. 67 Prozent der Unternehmen, die nichtfinanzielle Informationen berichten, nutzen dafür zum Großteil manuelle Prozesse und haben einen Digitalisierungsgrad von bis zu 30 Prozent.

Zitat Markus Kreher

Weitere Ergebnisse zum Rechnungswesen

  • Immer mehr Unternehmen verwenden bei der Digitalisierung des Purchase-to-Pay-Prozesses papierlose Lösungen. Hierbei haben sich auf der einen Seite Scanning und OCR-Lösungen und auf der anderen Seite digitale Einkaufs- und Beschaffungsplattformen bei den Unternehmen durchgesetzt, um diesen zentralen Prozess möglichst von Ende zu Ende digital abbilden zu können.
  • 49 Prozent der befragten Unternehmen nutzen Cloud-Lösungen flächendeckend oder in Pilotprojekten und weitere 13 Prozent haben den Einsatz konkret geplant.

Spannende Fallbeispiele

Vertieft werden die Ergebnisse durch ein Interview mit Georg Lanfermann vom Deutschen Rechnungslegungs Standards Committee e.V. (DRSC). Außerdem präsentieren wir in der Studie zwei Fallbeispiele: die systematische Weiterentwicklung der Aufbau- und Ablauforganisation für das Sustainability Reporting bei der Allianz SE und die Standardisierung und Automatisierung von Geschäftsprozessen bei der Evonik Industries AG.