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Am 1. Januar 2021 ist Großbritannien aus der Europäischen Union ausgetreten und der Brexit somit vollzogen. Die zukünftigen Handelsbeziehungen zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich wurden am 24.12.2020 in einem mehr als 1.000-seitigen Handels- und Kooperationsabkommen festgelegt. Doch was bedeutet das für Unternehmen? Die Erwartungen deutscher und britischer Unternehmen zu Zeiten von Brexit und Covid-19 werden im German-British Business Outlook 2021 aufgezeigt. Über 50 Prozent der befragten Unternehmen erwarten im Jahr 2021 einen Rückgang ihrer Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr und 33 Prozent wollen bis 2025 ihr Unternehmen von Großbritannien nach Deutschland oder in ein anderes EU-Land verlagern.

Ein „harter“ Brexit wurde vermieden, doch welche Implikationen bringt das Handelsabkommen?

Da das Handels- und Kooperationsabkommen keine abschließende Regelung darstellt, drohen nach wie vor Folgen wie hohe Zölle oder nicht tarifäre Handelshemmnisse. Die Situation mit Handelsabkommen ist also nicht zu vergleichen mit der als Großbritannien noch ein Mitgliedstaat der EU war. Produkte werden teurer und der Handel komplexer. Hinzu kommen die Bestrebungen Schottlands, wieder Teil der EU zu werden. In welchem Maße Unternehmen von den neuen Regelungen im Handelsabkommen betroffen sind, kann im Brexit Decoded nachvollzogen werden.

Brexit managen: 7 Themen, die Unternehmen in Deutschland und GB beachten müssen

Durch den Brexit sind bei Unternehmen eine Vielzahl komplexer Anpassungen nötig.
Die 7 Themen sind:

  • Strategisch: Kunden und Produkte
  • Zoll und Außenhandel: Waren und Lieferungen
  • Steuerlich und rechtlich: regulatorische Rahmenbedingungen
  • Finanziell: Währungen und Liquiditätsplanung
  • Bilanziell: Methoden und Analysen
  • Transaktionsbezogen: Planung und Strukturierung des Geschäfts
  • Geschäftsreisen und Entsendungen: Visa und Sozialversicherung

Dazu haben wir die wichtigsten Lösungsansätze zusammengesellt und bieten vielfältige Beratungsangebote für die entsprechenden Problemstellungen.

Die Chancen des Brexit

Mit dem Brexit gehen nicht nur Risiken für deutsche Unternehmen einher, sondern es tun sich auch Chancen auf. Es steht die Möglichkeit offen, die Ausrichtung des Großbritannien-Geschäfts in Bezug auf Kooperationspartner, Investitionsobjekte und Marktzugänge grundlegend neu zu beurteilen. Zum Beispiel bieten sich neue Perspektiven durch Kooperationen mit britischen Unternehmen in Drittstaaten. So haben britische Unternehmen bereits verstärkt auf dem afrikanischen Kontinent investiert und nehmen damit eine führende Rolle ein. Hiermit liegt Großbritannien übrigens weit vor der deutschen Wirtschaft, welche eine eher untergeordnete Rolle auf dem Subkontinent innehat.

Weitere Bereiche, in welchen sich für deutsche Unternehmen Kooperationen und Zusammenarbeit anbieten, ist der ausgezeichnete Forschungs- und Entwicklungsstandort im Vereinigten Königreich. Hier seien insbesondere die international renommierte Universitätslandschaft und das in viel größerem Umfang zur Verfügung stehende Venture Capital zur Risikofinanzierung genannt. Und schließlich wird das Finanz- und Handelszentrum London in den nächsten Jahren seine Weltgeltung noch weiter ausbauen und wachsen.