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Viele Unternehmen sind gerade dabei, ihre auf SAP beruhenden ERP-Systeme auf die neue Generation S/4HANA umzustellen. Sie stellen oftmals fest, wie komplex die Transformation ist, denn diese betrifft alle Bereiche einer Organisation.

Unternehmen erwägen Neubewertung ihrer S/4HANA-Projekte

Der Aufwand für den Umstieg auf S/4HANA wurde anfangs vielfach unterschätzt. Daher stellen wir mittlerweile fest, dass in vielen Unternehmen die Motivation für eine Neubewertung von S/4HANA-Projekten zunimmt.

Hierbei möchten wir mit dem neuen Whitepaper „S4/HANA mit Durchblick“ unterstützen. Wir identifizieren darin sieben relevante Fallstricke und geben konkrete Lösungsansätze sowie wertvolle Handlungsempfehlungen für die S/4HANA-Umstellung an die Hand. Denn um die Komplexität des Projektes zu beherrschen, braucht es die passenden Methoden und Vorgehensweisen.

Für das Whitepaper haben wir eine Umfrage unter 112 Unternehmen aus 18 Branchen durchgeführt. Wir wollten herausfinden, wo die Unternehmen bei der S/4HANA-Transformation gerade stehen, welche Erfahrungen sie gemacht haben und ob es Erfolgsrezepte gibt, die für andere zum Vorbild werden können – und wenn ja, welche.

Sieben Lektionen für eine Kurskorrektur

Aus den Ergebnissen der Umfrage  - insbesondere den bereits erfolgreich durchgeführten Transformationsprojekten – haben wir diese sieben Thesen abgeleitet:

1. Ohne Transparenz keine Umstellung

Die Zeitplanung stellt einen kritischen Faktor bei der S/4HANA-Transformation dar. Wer jetzt mit einem Vorprojekt startet, erhält Klarheit über die Planung und legt damit den Grundstein für eine strukturierte Projektdurchführung. 

2. Die Motivation ist ausschlaggebend für die Planung

Für die Umstellung auf S/4HANA werden viel Zeit und Ressourcen aufgewendet. Deshalb sollte die Chance nicht verschenkt werden, zugleich Prozesse zu standardisieren und harmonisieren – die Ambition zahlt sich aus.

3. Beim Projektansatz radikal denken und Kompromisse hinnehmen

Die Mehrheit der Unternehmen präferiert bei der S/4HANA-Einführung eine vollständige Neuimplementierung (Greenfield). Statt der Reinform dieser Strategie lohnt es sich, über „Smart Greenfield“ nachzudenken – also zu entscheiden, in welchen Bereichen welches Vorgehen sinnvoll ist.

4. Trotz agilem Arbeiten braucht es eine klare Transparenz von Meilensteinen

Auch bei einer agilen Vorgehensweise gilt es, konkrete Ziele festzulegen. Sonst entsteht im Unternehmen Unsicherheit und es besteht die Gefahr, dass das S/4HANA-Projekt unstrukturiert verläuft.

5. Mehrwerte identifizieren und justieren

Vielfach werden Mehrwerte der S/4HANA-Umstellung nicht erkannt oder realisiert. Um frühzeitig gegenzusteuern, bieten sich Vorprojekte an. Hier lassen sich im Kleinen Erfahrungen sammeln und zusätzliche Mehrwerte identifizieren. 

6. Eine externe Projektleitung funktioniert

Für die komplexe und umfassende S/4HANA-Transformation lohnt es sich, Unterstützung von außen zu holen. Unternehmen sollten die Vorteile einer externen Projektleitung bedenken und berücksichtigen, dass die Besetzung durch interne Fachkräfte Ressourcen stark bindet.

7. Bewusster Umgang mit Ressourcen

Planung und Einsatz von Ressourcen zählt zu den Kernherausforderungen der S/4HANA-Projekte. Ein qualitativer Ressourcenmangel wird oftmals zu spät erkannt. Deshalb sind eine solide Planung, die richtige Methodik und eine klare Verteilung von Rollen und Aufgaben essenziell.

Details zu den sieben Punkten lesen Sie in unserem Whitepaper „S/4HANA mit Durchblick“. 

Der Zeitpunkt, zu dem SAP den Support für die auslaufende ERP-Generation beendet und damit die S/4HANA-Einführung erfolgt sein sollte, rückt immer näher. Jetzt ist ein idealer Moment, einen kritischen Blick auf geplante oder bestehende S/4HANA-Projekte zu werfen und gegebenenfalls Kurskorrekturen vorzunehmen.