Unternehmen mit einer hohen digitalen Reife in Marketing und Vertrieb haben sich in den vergangenen eineinhalb Jahren der Pandemie als krisenfester erwiesen und konnten ihren Umsatz in der Corona-Zeit im Gegensatz zu  gering digitalisierten Unternehmen häufig sogar ausbauen. Gleichzeitig sind stark digitalisierte Unternehmen profitabler und können somit leichter strategisch wichtige Wachstumsinitiativen finanzieren als gering digitalisierte Unternehmen. 

Damit ist in der Krise die Schere zwischen stark digitalisierten Unternehmen und solchen, die bei der Digitalisierung noch einen weiten Weg zu gehen haben, deutlich auseinander gegangen. Dies zeigt unsere neue Studie „Digitalisierungsindex Marketing & Vertrieb“, die wir in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Rainer Elste von der Hochschule Esslingen jetzt zum zweiten Mal vorlegen. Sie knüpft an die erste Untersuchung zum Stand der Digitalisierung in Marketing und Vertrieb von 2019 an.

Digitalisierung nimmt nur geringfügig zu

Insgesamt konnten deutsche Unternehmen ihren digitalen Reifegrad in den beiden untersuchten Bereichen mit einem Digitalisierungsindex von 0,49 in 2019 auf einen Index von 0,53 in 2021 um durchschnittlich vier Prozentpunkte steigern. Das bedeutet: Es ist gerade einmal gut die Hälfte einer durchgängigen Digitalisierung erreicht. Zudem fällt der Anstieg überraschend gering aus, angesichts des viel diskutierten Digitalisierungsschubs durch Corona.

Der Digitalisierungsindex, der gemeinsam von KPMG und Prof. Dr. Elste entwickelt wurde, beschreibt den Stand der Digitalisierung in Marketing und Vertrieb anhand der vier Dimensionen Digitale Capabilities, Prozesse, Instrumente und Digitale Performance. Für die Studie wurden im Sommer 2021 knapp 200 Fach- und Führungskräfte deutscher Unternehmen aus den Geschäftsbereichen Marketing und Vertrieb in einer Online-Umfrage um ihre Einschätzung gebeten. Darüber hinaus wurden weitere Tiefeninterviews geführt. 

Kundenansprache noch weitgehend analog

Hinsichtlich eines digitalen Vertriebs haben viele Unternehmen aber noch Nach Bislang werden vor allem Abläufe im Backoffice digitalisiert, wie z. B. die Rechnungs doch etwa zur Akquise neuer Kunden werden digitale Vertriebswege und -instrumente noch zu wenig genutzt.

Neben den Ergebnissen der Befragungen gibt die Studie Empfehlungen für strukturierte Lösungsansätze in den vier Dimensionen Digitale Capabilities, Prozesse, Instrumente und Digitale Performance, um Ihr Marketing und Ihren Vertrieb auf das nächste digitale Level heben zu können. Hier können Sie unsere Studie herunterladen: