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Die Pandemie hat die Governance-Systeme aller Immobilienunternehmen auf den Prüfstand gestellt und gleichzeitig deutlich gemacht, wie wichtig es ist, Risiken und Krisen effektiv zu managen. 

Für unsere Publikation „Governance-Studie für die Immobilienwirtschaft 2021“ haben wir deshalb mit Immobilienunternehmen gesprochen und sie gefragt, wie gut sie im Hinblick auf Governance-Strukturen aufgestellt sind.

Risikomanagementsystem regelmäßig anpassen

Die Umfrageergebnisse zeigen, dass die vier Governance-Funktionen  - Interne Revision, Internes Kontrollsystem, Risikomanagement sowie Compliance  - bei den Studienteilnehmenden mehrheitlich etabliert sind.  Doch beim Risikomanagement gibt es im Hinblick auf die Risikoidentifizierung und -bewertung noch Optimierungspotenzial. Das Risikomanagementsystem sollte regelmäßig an neue Entwicklungen angepasst werden.

Handlungsbedarf bei FISG überprüfen

Rund 70 Prozent der teilnehmenden Unternehmen sehen aktuell keinen Handlungsbedarf durch das Finanzmarktintegritätsstärkungsgesetz (FISG). Das kann verschiedene Gründe haben: Entweder greift das FISG bei den Unternehmen nicht, da sie beispielweise nicht börsennotiert sind, oder die relevanten Themenstellungen wurden bereits umgesetzt. 

Wenn beides nicht der Fall ist, sollten Unternehmen dafür sorgen, dass die neuen Regelungen des FISG angemessen und sorgsam implementiert werden.

Digitale Anwendungsfelder erweitern

Bei den Umfrageteilnehmenden ist die Verbreitung von Fachanwendungen für Governance-Funktionen überraschend gering. Dies deutet darauf hin, dass sich viele Unternehmen noch nicht ausreichend mit der Digitalisierung ihrer Governance-Prozesse beschäftigt haben. 

70 Prozent der Studienteilnehmendenspüren beim Thema Digitalisierung aber einen hohen Druck zu handeln. Das Bewusstsein ist also da, aber es hapert an der Umsetzung. 

Die Studie wurde seit April 2021 in Zusammenarbeit mit dem Institut für Corporate Governance in der deutschen Immobilienwirtschaft e.V. (ICG) durchgeführt. 

Weitere spannende Ergebnisse und konkrete Handlungsempfehlungen finden Sie in der vollständigen Publikation.