Welche Lehren hat die Immobilienwirtschaft aus der Coronakrise gezogen? Wie stellt man sich für die Zukunft auf? Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit? Das haben wir für unsere Sonderausgabe des Real Estate Bulletins die Macher von morgen gefragt. Wir unterstützen den "Most Aspiring Talents Award" (MAT-Award), mit dem die vielversprechendsten Talente der Branche ausgezeichnet werden. 

Klimarisiken frühzeitig bedenken

Die diesjährigen Preisträger erläutern zum Beispiel, wie der Immobiliensektor auf Extremwetterereignisse wie Hochwasser oder Überschwemmungen reagieren sollte. Neben umfassenden Versicherungsmöglichkeiten erläutern die Autorinnen und Autoren, dass bereits in der Umsetzungsphase eines Bauprojekts bestimmte Klimarisiken einkalkuliert und baulich auf diese reagiert werden sollte. Klar ist, dass die Branche in den kommenden Jahren immer wieder mit Wetterextremen konfrontiert sein wird und deswegen entsprechende Maßnahmen schon in der Bauphase bedenken sollte.

Büroplanung der Zukunft

Während der Corona-Krise blieben viele Büros leer. Auch Monate später ziehen viele das Homeoffice dem einst regulären Arbeitsplatz vor. Das hat Folgen für den Büroimmobilienmarkt. In Frankfurt am Main etwa stehen 50.000 Quadratmeter an Büroflächen leer. Die MAT-Preisträger:innen stellen in ihrem Artikel die Frage, welche Konzepte erfolgsversprechend sind, und beschreiben, warum das frühere Mantra „Lage, Lage, Lage“ durch das Motto „Konzept, Konzept, Konzept“ überholt wird. 

In Großstädten ist nur noch wenig Platz für Neuentwicklungen. Büros sollten zwar gut erreichbar sein, aber wichtiger als 1A-Lage ist ein Konzept, das möglichst viele Wünsche von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern erfüllt. Die Grundlage eines gelungenen Konzeptes ist eine gute, nachhaltige Planung, die einen ganzheitlichen Ansatz verfolgt und die Bedürfnisse mehrerer Generationen abdeckt. 

Was macht gute Führung aus?

ESG-Kriterien (Environmental, Social und Governance) sind auch in der Immobilienbranche wichtige Schlagwörter. Für die Autor:innen steht das „G“ für „Good Governance“. Das bedeutet zunächst, ein Unternehmen gut zu verwalten und gut zu leiten. Andererseits heißt das „Gut“ auch „etwas von Wert“. Gutes anzustreben heißt also Werte zu schaffen. Etwas von Wert ist für jeden Stakeholder etwas anderes. Um alle zufriedenzustellen, gilt es also, einen gemeinsamen Wertekonsens zu erzielen. Gute Führung beginnt mit der Gleichstellung aller Individuen, überwindet Barrieren der Kommunikation und sucht eine Lösung, die alle Seiten zufrieden stellt. 

Weitere Themen unserer Sonderausgabe sind:

  • Die Klimaevolution: Ein Appell an unsere Innovationskraft
  • Extended Stay - Der Krisenfels in der Hotel-Brandung
  • Real Estate Business Intelligence