Die 16. Ausgabe der Kapitalkostenstudie steht unter dem Motto „Nachhaltigkeit vs. Rendite  - ESG als Treiber für langfristiges Wachstum?“. Sie beleuchtet unter anderem den Einfluss von Nachhaltigkeitsanforderungen auf Geschäftsmodelle, Planungsrechnungen und langfristige Renditeerwartungen (Kapitalkosten). 

Nachdem die durchschnittlich gewichteten Kapitalkosten (Weighted Average Costs of Capital, kurz:  WACC) im vergangenen Jahr über alle Branchen hinweg auf 6,6 Prozent gesunken waren, blieben diese für das aktuelle Berichtsjahr auf einem unveränderten Niveau. Dies steht jedoch im Kontrast zur heterogenen Entwicklung der einzelnen Branchen. 

Heterogene Entwicklung der durchschnittlich gewichteten Kapitalkosten in den einzelnen Branchen

Während etwa ein Drittel der Branchen einen Rückgang des WACCs meldeten, verzeichneten andere Branchen einen Anstieg. Die höchsten gewichteten Kapitalkosten lassen sich für die Bereiche Technology (8,9 Prozent), Automotive (7,6 Prozent) sowie Industrial Manufacturing (7,5 Prozent) beobachten und betreffen so Branchen, in denen sich politische Vorgaben und technologiegetriebene Veränderungen der Geschäftsmodelle grundlegend auswirken. 

Die stärkste Erhöhung im Vergleich zum Vorjahr verzeichnete der Bereich Technology (+ 1,2 Prozentpunkte). Der stärkste Rückgang der Kapitalkosten war in den Sektoren Transport & Leisure (-0,7 Prozentpunkte), Consumer Markets (-0,6 Prozentpunkte) und Energy & Natural Resources (-0,4 Prozentpunkte) zu beobachten. 

Environmental, Social und Governance (ESG) als relevante Themen für die Unternehmensentwicklung

Bereits seit einigen Jahren lassen sich in zahlreichen Aspekten der Geschäftsaktivitäten von Unternehmen zudem ESG-getriebene Veränderungen beobachten. Teilweise führen diese Veränderungen sogar zur Disruption bislang bestehender Geschäftsmodelle. Aus diesem Grund widmet sich die Kapitalkostenstudie 2021 unter dem Motto „Nachhaltigkeit vs. Rendite  - ESG als Treiber für langfristiges Wachstum?“ begleitenden Schwerpunktthemen wie:

  • Was sind wichtige Änderungen in der ESG-Berichterstattung?
  • Wie wirken sich ESG-Anforderungen auf die Bewertungen im Bereich des Consumer Markets aus?
  • Wie lassen sich im ESG-Umfeld gute Entscheidungen treffen?

Dass ESG-Themen auch sehr relevant für die künftige Geschäftsentwicklung sind, darin ist sich die Mehrheit der Studienteilnehmenden einig. Welche Bedeutung ESG letztendlich jedoch beigemessen wird, ist je nach Branche sehr verschieden. Im Allgemeinen lässt sich feststellen, dass ressourcenintensive Industrien und solche, in denen Umweltaspekte eine Schlüsselrolle spielen, den ESG-bezogenen Herausforderungen im Branchenvergleich eine größere Bedeutung beimessen. Die Details erfahren Sie in unseren Studienergebnissen, die Sie sich hier herunterladen können.

Einschätzungen von mehr als 330 Unternehmen

Insgesamt haben 332 Unternehmen an unserer Studie teilgenommen. Die große Resonanz unterstreicht erneut die praktische Relevanz unserer jährlichen Kapitalkostenstudie. Gegenüber dem Vorjahr (309) stieg die Zahl der Teilnehmenden stark an und erreichte einen neuen Rekordwert. Unter den teilnehmenden Unternehmen sind 243 in Deutschland ansässig, darunter 83 Prozent der DAX-Unternehmen. 

Hier können Sie die Studie herunterladen.