Möbel im Internet kaufen? Das wird für immer mehr Konsument:innen in Deutschland attraktiv. Der Marktanteil von E-Commerce am deutschen Möbelmarkt liegt mittlerweile bei 11,5 Prozent und hat sich damit innerhalb von zehn Jahren verdoppelt. 

Ein entscheidender Treiber war in den vergangenen Monaten die Covid-19-Pandemie. Der Umsatz im Versand- und Online-Handel mit Möbeln und Einrichtungsgegenständen stieg im Jahr 2020 gegenüber dem Vorjahr um 15 Prozent und überschritt erstmals die Schwelle von vier Milliarden Euro.

Digitaler Vertrieb wird bei Möbeln zunehmend wichtig

In der aktuellen Ausgabe unseres Retail Sales Monitors beleuchten wir detailliert den Möbelmarkt in Deutschland. Wir beschreiben, wie sich der Umsatz in der Branche entlang der Pandemie entwickelt hat - mit Daten von Monat zu Monat - und wie sich die Krise auf die verschiedenen Möbelsegmente auswirkte. 

Insgesamt ist der Möbelhandel nach wie vor sehr stark stationär geprägt, doch die digitalen Vertriebskanäle gewinnen kontinuierlich an Bedeutung. Viele größere Möbelhändler nutzten die Pandemie, um ihr Online-Geschäft aufzubauen bzw. zu verbessern. Während des Lockdowns war Click & Collect ein wichtiger Vertriebsweg. Das Omnichannel-Angebot gilt es weiter auszubauen.

Konsumstimmung hellt sich nach dem Lockdown deutlich auf

Daneben liefert der Retail Sales Monitor wie gewohnt die relevanten Zahlen zur Entwicklung des deutschen Einzelhandels im vorangegangenen Vierteljahr - diesmal also im zweiten Quartal 2021. Dieses war weiterhin von der Corona-Pandemie geprägt. Im Zuge der Impfentwicklung stieg die Konsumfreude merklich. Allerdings trübten steigende Infektionszahlen und eine stockende Impfkampagne das Konsumklima zuletzt wieder ein. 

Die wichtigsten Ergebnisse:

  • Nach dem langen Lockdown insbesondere im nicht systemrelevanten Non-Food-Bereich erholte sich der Einzelhandel ab Juni 2021 spürbar, insbesondere in dem schwer gebeutelten Textilhandel.
  • Der Online-Handel wächst weiterhin überdurchschnittlich, aber nicht mehr so kräftig wie in den Vorquartalen. Mehr als die Hälfte des gesamten Online-Umsatzes wurde im zweiten Quartal 2021 auf Online-Marktplätzen erzielt. 
  • Der Anstieg der Verbraucherpreise war im Juli 2021 mit 3,8 Prozent zum Vorjahr so hoch wie seit Dezember 1993 nicht mehr. Dies liegt zum Teil an der vorübergehenden Mehrwertsteuersenkung vor einem Jahr, die Ende 2020 wieder aufgehoben wurde.

Im Retail Sales Monitor 3/2021 finden Sie die detaillierte Aufbereitung und Analyse der Quartalszahlen. Laden Sie unsere Publikation hier herunter:

Gemeinsam mit dem EHI beleuchten wir vier Mal im Jahr im KPMG Retail Sales Monitor die Entwicklungen, Trends und Treiber der Branche. Hier können Sie unseren Newsletter abonnieren. 

KPMG Retail Sales Monitor