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„Never let a good crisis go to waste”: Dieser Satz, der Winston Churchill zugeschrieben wird, war selten so passend wie in den vergangenen Monaten. Die Corona-Pandemie war für Unternehmen weltweit eine enorme Herausforderung, sie brachte zugleich aber auch positive Erfahrungen und neue Chancen hervor.

Denn gemäß dem Churchill-Zitat ist jede Krise auch ein Katalysator für Innovationen und Veränderungen.

Für unseren CEO Outlook Pulse Survey 2021 wurden im Februar und März 2021 500 Topmanager weltweit – darunter 50 aus Deutschland – danach befragt, wie sie auf die Veränderungen schauen, die die Pandemie mit sich gebracht hat. Welche Themen sind für sie in der Krise besonders relevant geworden? Mit welchen Strategien wollen sie ihr Unternehmen in der „neuen Normalität“ erfolgreich voranbringen?

In unserer Publikation „Krise als Zäsur – neue Chancen für die Zukunft“ fassen wir die deutschen Ergebnisse zusammen und ordnen diese mit unseren Expertinnen und Experten ein.

Technologie als Treiber

Die Umsetzung digitaler Geschäfts- und Ertragsmodelle hat sich in der Pandemie erheblich beschleunigt  - das sagen 94 Prozent der deutschen CEOs in unserer Befragung. Gut die Hälfte plant für die kommenden Jahre Investitionen in kundenorientierte Technologien. Daneben rücken KI-Anwendungen verstärkt in den Fokus. 

Damit gewinnen allerdings Cybergefahren in der Risikoeinschätzung der CEOs an Bedeutung. Potenzielle Cyberangriffe werden jetzt als größte Gefahr für die Unternehmen genannt, vor Risiken entlang der Lieferkette und regulatorischen Risiken.

Im Themenfeld ESG (Environment, Social and Governance) ist während der Pandemie insbesondere die soziale Komponente in den Mittelpunkt gerückt. Dazu zählen neben dem Schutz der Mitarbeitenden auch Fragen nach mehr Gleichberechtigung und fairer Produktion. Umwelt- und Klimaaspekte sind etwas in den Hintergrund getreten, werden aber wieder wichtiger werden.

Neue Rahmenbedingungen

Nach der Pandemie dürften drei Aspekte die Wirtschaftsordnung und damit die Unternehmen prägen: das wachsende Tempo der Digitalisierung und Vernetzung, die Bündelung von Know-how und die Orientierung an einer nachhaltigen Lebensweise vieler Konsument:innen.

  1. Der Einsatz digitaler Tools für die virtuelle Kommunikation wird in allen Bereichen zunehmen, sowohl bei den Mitarbeitenden als auch in der Interaktion mit Kundinnen und Kunden. 58 Prozent der CEOs gehen davon aus, dass die Kundenbindung und -anfragen überwiegend über virtuelle Plattformen erfolgen werden, z. B. Chatbots oder Social Media.
  2. 30 Prozent der deutschen CEOs bekunden ein großes Interesse an M&A-Aktivitäten innerhalb der nächsten drei Jahre. Dadurch soll u. a. ein Nachholbedarf bei kundenzentrierter Technologie ausgeglichen werden. 
  3. Integration von Nachhaltigkeit in die Unternehmensstrategie: 92 Prozent der befragten CEOs erachten es als wichtig, die in der Krise erzielten positiven Entwicklungen im Umwelt- und Klimaschutz zu sichern. Ebenso viele glauben, dass Unternehmen zukünftig weit mehr an ihrer Umsetzung von Diversität gemessen werden als bisher.