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Die KonsumentInnen haben die Zeit der Pandemie genutzt, um ihr Zuhause zu sanieren, zu renovieren oder zu modernisieren. Das zeigt die Umsatzentwicklung in der Do-it-yourself-Branche (DIY), die wir in der aktuellen Ausgabe unseres Retail Sales Monitors detailliert beleuchten.

Zwar schlug sich der lange Lockdown im ersten Quartal 2021 negativ nieder, doch insgesamt lässt sich die DIY-Branche zu den wenigen Gewinnern der Krise zählen. Die Kontakt- und Reisebeschränkungen sowie vermehrtes Homeoffice führten dazu, dass viele ihr eigenes Heim bzw. den eigenen Garten verstärkt nutzten und daher ausbauten und verschönerten. Dadurch konnte die DIY-Branche ihren Umsatz im Jahr 2020 um 13,8 Prozent steigern. 

E-Commerce gewinnt an Bedeutung

Wie in anderen Bereichen des Einzelhandels legte auch hier der E-Commerce-Handel stark zu: Der Online-Umsatz von DIY stieg 2020 gegenüber dem Vorjahr um 26,5 Prozent. Click & Collect  - also Ware im Online-Shop bestellen und dann im Geschäft abholen  - hat in der Pandemie deutlich an Relevanz gewonnen. Fast die Hälfte der Internetnutzer hat den Service mindestens einmal genutzt.

Um wettbewerbsfähig zu bleiben, bieten Heimwerkermärkte verstärkt weitere Dienstleistungen an, etwa Beratung für die Raum-, Bad-, Küchen- oder Gartenplanung, Zuschnitt- und Farbmischservice, aber auch die Vermittlung von Handwerkerservices (Do-it-for-me) wird immer wichtiger. 

Die Branche ist allerdings gefordert, den stationären und den Online-Handel noch besser zusammenzuführen. Mögliche Maßnahmen hierfür beschreiben wir im Retail Sales Monitor 2/2021.

Kräftigstes Umsatzplus im März 2021

Daneben liefert Ihnen unsere Publikation wie gewohnt die relevanten Zahlen zur Entwicklung des deutschen Einzelhandels im ersten Quartal 2021. Die wichtigsten Ergebnisse:

  • Der Umsatz sank gegenüber dem Vorjahresquartal preisbereinigt um 0,7 Prozent. Der stationäre Handel litt unter dem langen Lockdown im Winter 2020/21 (-6,7 Prozent), während E-Commerce als Gewinner der Krise den Umsatz im ersten Quartal erneut erheblich steigern konnte (+37,5 Prozent). Hier legten vor allem die Kategorien Drogeriewaren, Medikamente und Lebensmittel stark zu. Offenkundig etabliert sich E-Food zunehmend. 
  • Nach dem Lockdown wurden im März viele Käufe nachgeholt: Der deutsche Einzelhandel verzeichnete im Vergleich zu März 2020 ein Umsatzplus von 11,6 Prozent, dies ist der größte Anstieg auf Jahressicht seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1994  - der Vergleichsmonat 2020 weist jedoch schwache Zahlen aus. 
  • Der Umsatz im Non-Food-Bereich stieg im März 2021 um 17,5 Prozent. Der Modehandel verbuchte erstmals seit einem Jahr wieder ein Umsatzplus (+23,9 Prozent). Aufgrund der Geschäftsschließungen lag der Umsatz mit Mode im gesamten ersten Quartal 2021 allerdings 55 Prozent unter dem Vorjahresniveau.
  • Alternative Verkaufswege werden zunehmend wichtiger. So gelang es im Modesegment rund jedem zweiten stationären Multilabel-Händler, während des Lockdowns im Januar 2021 über Social Media Umsatz zu generieren.

Eine ausführliche Beschreibung der Einzelhandelsentwicklung im ersten Quartal 2021 finden Sie in unserem Retail Sales Monitor 2/2021. Laden Sie unsere Publikation hier herunter:

Gemeinsam mit dem EHI beleuchten wir vier Mal im Jahr im KPMG Retail Sales Monitor die Entwicklungen, Trends und Treiber der Branche. Hier können Sie unseren Newsletter abonnieren. 

KPMG Retail Sales Monitor