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In der Impfung gegen das Corona-Virus liegt die große Hoffnung auf eine baldige Eindämmung der Pandemie. Mit einer überwiegend geimpften Gesellschaft sind Kontakte wieder möglich, Schulen können ihren Regelbetrieb wieder aufnehmen, Mitarbeitende dürfen zurück an ihre Arbeitsplätze, Freizeit- und Kultureinrichtungen sowie Gastronomie und Einzelhandel wieder öffnen. Dies stellt eindrucksvoll unter Beweis, wie groß die Bedeutung von Impfungen für die Vorbeugung gegen Krankheiten ist. 

Impfungen sind eine der wichtigsten medizinischen Errungenschaften in der Prävention, jedoch lange nicht die einzige Maßnahme, mit der Krankheiten und Infektionen verhindert werden können. Vorsorgeuntersuchungen und andere vorbeugende Maßnahmen, die eine gesündere Lebensweise zum Ziel haben, gehören ebenso mit dazu wie der gesamte Bereich der Diagnostik.

Nachholbedarf in der Prävention

Die aktuelle Ausgabe des Gesundheitsbarometers hat einen Schwerpunkt auf das Thema „Prävention“ gelegt. Externe Fachleute sowie KPMG-Expertinnen und -Experten widmen sich Fragen wie: Welchen Stellenwert hat Prävention? Wo steht Deutschland im internationalen Vergleich? Was kann das betriebliche Gesundheitsmanagement zur Krankheitsvorbeugung beitragen und wie kann mittels „Nudging“ die Prävention verändert werden?

Prof. Dr. Hajo Zeeb vom Leibniz-Institut berichtet von der Bedeutung der Präventionsforschung und erklärt, warum es in Deutschland beim Thema Prävention noch Nachholbedarf gibt. Eine drohende Wissenschaftskrise bescheinigt Prof. Dr. Hartmut Hengel, Lehrstuhlinhaber und Direktor des Instituts für Virologie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, unserem Land. Er hofft auf den Einsatz bereits entwickelter Technologien, um die präventive Medizin zu fördern. 

Gerade in gesundheitlichen Krisenzeiten wie der aktuellen Pandemie wird die Frage nach wirksamen Präventionsmaßnahmen besonders häufig gestellt. Klaus Holetschek, Staatsminister im Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege, nimmt die Präventionspolitik und die Bedeutung von Präventionsmaßnahmen während der Covid-19-Pandemie unter die Lupe  - und wirft außerdem einen Blick in die Zukunft. 

Technologie und gesunder Lebensstil

Als „Nudging“ bezeichnet man den (mehr oder weniger) subtilen Einsatz von Mitteln, mit denen Menschen ohne Verbote oder Vorschriften dazu gebracht werden sollen, Verhaltensweisen zu ändern. Wie diese Methodik im Bereich der Gesundheitsprävention eingesetzt werden kann, beschreibt der Beitrag von Julia Kaub, Christian Weimar (beide KPMG) und Dr. Mathias Krisam, Geschäftsführer der „läuft GmbH“.   

Technologische Innovationen wie beispielsweise die Telemedizin tragen zu einer Entlastung von klinischen Versorgungseinrichtungen bei. Dr. Manfred Elff, Mitglied der Geschäftsführung der BIOTRONIK Vertriebs GmbH & Co. KG und stellvertretender Vorsitzender des BVMed-Vorstands, plädiert bezüglich Prävention für eine Stärkung von Maßnahmen, die den Stellenwert eines gesunden Lebensstils vermehrt in das Bewusstsein der Bevölkerung rücken. 

Prävention anders gedacht

Das betriebliche Gesundheitsmanagement und präventive Maßnahmen von Unternehmen sollen die Gesundheit der Mitarbeitenden fördern und erhalten. Dr. Claudia Pieper vom Universitätsklinikum Essen spricht über die Belastungen der Corona-Pandemie für Angestellte und was das für die Angebote des betrieblichen Gesundheitsmanagements bedeutet. 

Um eine andere Art von Prävention geht es im Fachbeitrag unserer Cyber-Security-Experten Dirk Loomans und Nicole Rehm. Die fortschreitende Digitalisierung im Gesundheitswesen deckt große IT-Sicherheitslücken auf, die Angriffsflächen für Hacker darstellen. Ein sachgerechtes Berechtigungsmanagement, das Zugriffsmöglichkeiten regelt und auf das Nötigste beschränkt, ist hier eine wichtige Prävention vor Cyberkriminalität.   

Weitere Themen

In der aktuellen Gesundheitsbarometer-Ausgabe lesen Sie außerdem Artikel zu den aktuellen Entwicklungen in den Versorgungsansätzen bei psychischen Erkrankungen (Dr. Norbert Paas, Geschäftsführer der IVPNetworks GmbH) und den Lehren aus der HIV-Kampagne, die für die Vorgehensweisen bei der Covid-19-Pandemie hilfreich sein könnten (Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung a. D.). Dr. Irmgard Stippler, Vorstandsvorsitzende der AOK Bayern, hebt die Digitalisierungspotenziale im Hinblick auf die Versorgungsqualität hervor und Mario Czaja, Präsident des Deutschen Roten Kreuzes in Berlin, schildert, welche Erfolge die Hauptstadt bei der Impfkampagne erzielen konnte und warum der Personalmangel einen wesentlichen Schwachpunkt des Gesundheitswesens darstellt. Zum Abschluss finden Sie eine Kolumne von Dr. Johannes Wimmer mit dem Titel „Prävention ist nicht nur jodiertes Speisesalz“.

Gesundheitsbarometer als Print- oder Onlineausgabe

Mit dem KPMG-Gesundheitsbarometer fördern wir regelmäßig den fachlichen Austausch in der Gesundheitswirtschaft. Wir erreichen rund 9.000 Führungskräfte und Interessenten aus den Bereichen Krankenhaus, Sozialversicherungsträger, Pflegeeinrichtungen, Rehabilitation und (Gesundheits-)Politik sowie Medizintechnik, pharmazeutische Industrie und Biotechnologie.

Die aktuelle Ausgabe des Gesundheitsbarometers können Sie hier herunterladen.

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