Weiterhin sind viele Unternehmen hart von der Corona-Krise betroffen. Mit der Überbrückungshilfe III können sie weitere finanzielle Unterstützung beantragen. Hiervon profitieren nun erstmals auch Unternehmen in Trägerschaft von Religionsgemeinschaften. Dazu gehören insbesondere Gesellschaften, zum Beispiel GmbH und Personengesellschaften, die im Mehrheitsbesitz von Religionsgemeinschaften stehen. Ob damit auch Betriebe gewerblicher Art (BgA) von Körperschaften der verfassten Kirche selbst angesprochen sind, ist derzeit noch in Klärung. 

Das Geld kann für die Monate November 2020 bis Juni 2021 beantragt werden. Der maximale Betrag liegt bei 1,5 Millionen Euro pro Fördermonat. Bei verbundenen Unternehmen sind es bis zu drei Millionen Euro pro Fördermonat.

Voraussetzung: Umsatzeinbrüche von mindestens 30 Prozent

Als Bedingung für die Überbrückungshilfe III gilt ein durch die Corona-Krise bedingter Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent. Dabei bemisst sich die genaue Auszahlungshöhe nach den Umsatzeinbrüchen der Fördermonate im Verhältnis zu den Vergleichsmonaten im Jahr 2019. Konkret heißt das:

Die Überbrückungshilfe III erstattet einen Anteil in Höhe von

  • bis zu 100 % der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch > 70 %
  • bis zu 60 % der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch ≥ 50 % und ≤ 70 %
  • bis zu 40 % der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch ≥ 30 % und < 50 %

im Fördermonat im Vergleich zum entsprechenden Monat des Jahres 2019.

Auch Eigenkapitalzuschüsse möglich

Zusätzlich können jetzt auch Eigenkapitalzuschüsse beantragt werden. Diese liegen bei bis zu 40 Prozent des Betrags, den Unternehmen für die förderfähigen Fixkosten erstattet bekommen. Dabei ist der Zuschuss gestaffelt und steigt an, je länger Betroffene seit November 2020 einen Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent erlitten haben.