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Der deutsche Gesetzgeber hat im Rahmen der Corona-Pandemie-Hilfen auch mehrere steuerliche Maßnahmen ergriffen, die helfen können, die Liquidität eines Hotelbetriebs zu verbessern. Mit dem am 17. März 2021 verkündeten dritten Gesetz zur Umsetzung steuerlicher Hilfsmaßnahmen zur Bewältigung der Corona-Krise (Drittes-Corona-Steuerhilfegesetz) wurden steuerliche Unterstützungsmaßnahmen erlassen, die insbesondere auch der Hotelbranche helfen können. 

Verlustrücktrag

Insbesondere Hoteliers mit einem hohen zu versteuernden Einkommen im Jahr 2019 oder im Jahr 2020 und hohen Verlusten in den Jahren 2020 bzw. 2021 werden von der neuen Regelung im dritten Corona-Steuerhilfegesetz profitieren können. Der Gesetzgeber hat erneut die Höhe der Beträge des Verlustrücktrags erhöht. Nunmehr können Verluste in Höhe von 10 Millionen Euro bzw. 20 Millionen Euro bei Zusammenveranlagung, aus den Jahren 2020 und 2021 in die Jahre 2019 und 2020 zurückgetragen werden.

Die Regelung gilt nur für die Jahre 2020 und 2021. Ab dem 1. Januar 2022 sollen wieder die Vor-Krisen-Höchstbeträge von 1 Million Euro bzw. 2 Millionen Euro gelten.

Umsatzsteuer

Gute Nachrichten gibt es auch im Hinblick auf die Umsatzsteuer für Restaurant- und Verpflegungsdienstleistungen. Die ursprünglich bis zum 30. Juni 2021 geltende Ausnahmeregelung für die Absenkung des Umsatzsteuersatzes auf 7 Prozent soll nunmehr bis zum 31. Dezember 2022 gelten. Es ist erfreulich, dass Hoteliers so frühzeitig Planungssicherheit für das laufende und das kommende Jahr erlangen. Leider gilt die Ausnahmeregelung auch weiterhin nicht für die Abgabe von Getränken.

Grundsteuererlass

Bitte denken Sie daran: Am 31. März 2021 endet die Frist, um einen Antrag auf Grundsteuererlass beim örtlich zuständigen Finanzamt zu stellen. Die Frist ist eine Ausschlussfrist, das heißt eine Fristverlängerung durch die Finanzverwaltung ist nicht möglich. Der Antrag kann zunächst auch ohne Begründung eingereicht werden.

Checkliste: Wann kommt ein Antrag auf Grundsteuererlass in Betracht?

  • Der Ertragsausfall Ihres vermieteten, bebauten Grundstücks betrug 2020 mehr als 50 % der marktgerechten, erzielbaren Miete und Sie hatten diesen Umstand nicht zu vertreten.
  • Sie hatten 2020 einen Leerstand für ein bebautes Grundstück, den Sie nicht zu vertreten hatten. Insbesondere können Sie eine Vermietungsabsicht nachweisen.
  • Die tatsächliche Ausnutzung Ihrer eigenen betrieblichen Räumlichkeiten hat sich 2020 um mehr als 50 % gegenüber dem Durchschnitt der letzten drei Kalenderjahre reduziert (z. B. durch Leerstand, Kurzarbeit). Sie hatten diesen Umstand nicht zu vertreten und die Einziehung der Grundsteuer war für Ihren Betrieb „unbillig“.
  • Sie sind durch konjunkturelle und strukturelle Veränderungen gezwungen gewesen, den bisher auf einem Grundstück unterhaltenen, eigenen Betrieb ganz oder teilweise stillzulegen. Die Einziehung der Grundsteuer für den gesamten Betrieb war „unbillig“.

Für alle Fragen rund um Steuern und Liquidität haben wir passende Experten mit jahrelanger Erfahrung in der Hotelbranche. Kontaktieren Sie uns gerne.