close
Share with your friends

Im Gesetzgebungsverfahren zum Sanierungs- und Insolvenzrechtsfortentwicklungsgesetz (SanInsFoG) wurde Ende Dezember 2020 die teilweise Aussetzung der Insolvenzantragspflicht bis zum 31. Januar 2021 verlängert. Damit sollte verhindert werden, dass Unternehmen aufgrund noch nicht ausgezahlter staatlicher Hilfeleistungen (November- und Dezemberhilfen) einen Insolvenzantrag stellen müssen.

Aktuelle Entwicklung

Mit dem Beschluss der Bund-Länder-Konferenz vom 19. Januar 2021 soll die teilweise Aussetzung der Insolvenzantragspflicht aufgrund von Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung bis zum 30. April 2021 verlängert werden. Wie in den bisherigen Regelungen gilt dies jedoch nicht generell, sondern ist an drei Bedingungen geknüpft:

Auflistung Insolvenz

Die Insolvenzantragspflicht bleibt hingegen bestehen, wenn ein Unternehmen offensichtlich keinen Anspruch auf die Hilfen hat oder die Hilfen nicht ausreichen, um den Insolvenzgrund zu beseitigen.

Unternehmen und deren handelnde Organe sollten deshalb genau prüfen, ob die Voraussetzungen für die Aussetzung der Antragspflicht vorliegen und ob vorhandene Liquiditätslücken durch staatliche Hilfeleistungen geschlossen werden können, um Haftungsrisiken und Strafbarkeit zu vermeiden.

Claim Insolvenz

Unsere Expertise für Sie

KPMG unterstützt Sie umfassend bei allen Fragen, die die Insolvenzantragspflicht betreffen. Unsere fachkundigen Experten stehen Ihnen gerne zur Verfügung.