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Gründer- und Innovationsstudie: Kooperationen stärken Digitalisierung

Warum kooperieren Start-ups und etablierte Unternehmen? Unsere Untersuchung mit Gründerszene und der HTW zeigt, welche Vorteile die Zusammenarbeit hat

Diese Vorteile hat die Zusammenarbeit zwischen Start-ups und etablierten Unternehmen.

Wenn etablierte Unternehmen mit Start-ups zusammenarbeiten, wirkt sich das positiv auf den Digitalisierungsstandard der Firmen aus. Das zeigt unsere deutsche Gründer- und Innovationsstudie (DGIS), die wir gemeinsam mit dem Onlinemagazin „Gründerszene“ und der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin durchgeführt haben. Mittelständische Familienunternehmen, aber auch große Konzerne profitieren vom Know-how der Start-ups und bekommen so Einblicke in agiles Arbeiten, neue Systeme und Software. 77 Prozent der befragten kleineren und mittleren Unternehmen (KMU) gaben an, dass durch die Kooperation mit jungen Unternehmen der Digitalisierungsstandard steigt. Von den befragten Corporates sagten das 67 Prozent. 

Start-ups bevorzugen strategische Partnerschaften

Aber auch die Start-ups profitieren. Vor allem von der Erfahrung und dem Wissen in den etablierten Unternehmen. In der Umfrage für die Studie gaben die Start-up-Unternehmer an, dass sie aus strategischen Gründen die Partnerschaft mit KMU oder Corporates eingehen. Als die größten Ziele einer Kooperation gaben 59 Prozent der Start-ups an, dass sie sich erhoffen, so ihre Marketing- und Vertriebsaktivitäten ausbauen zu können. Für KMU (62 Prozent) und Konzerne (87 Prozent) steht der Zugang zu neuen Technologien und Geschäftsmodellen im Vordergrund. Die Zusammenarbeit von Start-ups und etablierten Unternehmen wird durchaus positiv bewertet. In der Kooperation mit Start-ups haben 58 Prozent der KMU und Corporates ihre Ziele erreicht. Auch Start-ups (54 Prozent) sehen ihre Ziele aus der Kooperation mit etablierten Unternehmen als erreicht an.

Bürokratie und Mentalitätsunterschiede sind Hürden bei der Zusammenarbeit

Es gibt allerdings noch einige Herausforderungen für künftige Projekte. Bürokratie und Mentalitätsunterschiede sind hier am häufigsten genannt worden. Auch die hohe Erwartungshaltung erschwert die Zusammenarbeit. Einer der meist genannten Gründe, warum Kooperationen scheitern, ist die Unvereinbarkeit der Unternehmenskulturen. 

Die Studie zeigt klar, dass KMU und Corporates digital noch oft schwach aufgestellt sind. Von der Zusammenarbeit mit Start-ups profitieren vor allem die Angestellten etablierter Unternehmen. Denn sie erweitern ihr Wissen auf dem Feld der Digitalisierung.

Studie wurde 2020 zum ersten Mal durchgeführt

Die erstmals durchgeführte Deutsche Gründer- und Innovationsstudie ist eine Trendstudie, welche den Einfluss von Kooperationen auf den Digitalisierungsstand deutscher Unternehmen untersucht. Dabei wird eine Kooperation als vertraglich festgelegte und langfristig angesetzte Zusammenarbeit zwischen mindestens zwei unabhängig voneinander agierenden Unternehmen definiert. Für die Erhebung sind 324 Unternehmen befragt worden. Herausgeberin der Studie ist Gründerszene, die bekannteste Medienmarke für die deutsche Startup-Community und Teil von Business Insider Deutschland. KPMG ist Partner der Studie. Den wissenschaftlichen Rahmen lieferte die Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin. 

 Hier können Sie die Studie herunterladen.