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Gesundheitsbarometer Ausgabe 03/20: Qualität der Versorgung

Gesundheitsbarometer Ausgabe 03/20

Deutschland hat die Corona-Krise bislang gut gemeistert, es wurden aber auch strukturelle Defizite im Gesundheitswesen aufgedeckt.

Axel Bindewalt

Partner, Consulting, Öffentlicher Sektor & Sector Head of HealthCare

KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

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Das deutsche Gesundheitswesen ist ein enormer Wirtschaftsfaktor: Ungefähr jeder achte Erwerbstätige arbeitet in dieser Branche  - das sind circa 5,6 Millionen Menschen und rund 1,5 Millionen mehr als noch vor 20 Jahren. Darüber hinaus lag die Bruttowertschöpfung nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums im Jahr 2018 bei rund 370 Milliarden Euro, was mehr als zwölf Prozent des Bruttoinlandsprodukts entspricht.

In den vergangenen Monaten ist die Branche durch die Corona-Pandemie auf eine harte Belastungsprobe gestellt worden. Der Sektor ist bislang gut durch die Krise gekommen, aber die Ausbreitung des Virus hat auch strukturelle Defizite aufgedeckt. 

Plötzlich beliebt: die Onlinesprechstunde

Unsere Expertinnen und Experten blicken im aktuellen Gesundheitsbarometer unter anderem darauf, welche Entwicklungen in der Branche Einzug gehalten haben und wie diese nachhaltig verändert werden könnte. 

Ein Beispiel zeigt, wie innerhalb weniger Monate die Akzeptanz für digitale Lösungen sprunghaft ansteigen kann. Das Coronavirus hat eine Form der Arztkonsultation salonfähig gemacht, die in vielen Kreisen bislang sehr kritisch gesehen wurde: die Onlinesprechstunde. Ärztin oder Arzt kommunizieren hier ausschließlich digital mit Patientin oder Patient, Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen können digital ausgestellt werden und mögliche Rezepte werden als QR-Code bereitgestellt, um direkt an eine Apotheke weitergeleitet werden zu können. 

Wie kann das Vergütungssystem modernisiert werden?

In den zurückliegenden Monaten hat sich gezeigt, dass wir hierzulande eines der besten Gesundheitswesen der Welt haben. Im aktuellen Gesundheitsbarometer analysieren Expertinnen und Experten aus Forschung und Wirtschaft, wie gut die Qualität der Versorgung hierzulande ist. Sie beschreiben, wie die Branche bislang durch die Krise gekommen ist, werfen einen Blick auf kritische Aspekte und erläutern, welche Reformen nötig sind. 

Ein Aspekt dabei ist zum Beispiel die Frage, wie die Branche ihr Vergütungssystem modernisieren kann. Prof. Dr. Jonas Schreyögg ist überzeugt, dass Deutschland bei der Krankenhausvergütung im internationalen Vergleich hinterherhinkt. Im Interview kritisiert er, dass Krankenhäuser Überschüsse realisieren müssen, um Investitionen tätigen zu können. Das setze falsche Anreize. Krankenhäuser seien zu sehr darauf fokussiert, eine hohe Fallmenge zu generieren. Der Inhaber des Lehrstuhls für Management im Gesundheitswesen an der Universität Hamburg schlägt im Gespräch sektorengleiche Vergütungspauschalen vor. Auch performanceorientierte Vergütung hält er für ein vielversprechendes Konzept.

Im aktuellen Gesundheitsbarometer erläutern die Expertinnen und Experten außerdem, wie der Gesundheitssektor seine Lücken bei der Digitalisierung schließen kann und wie Strukturen sowie Prozesse weiter optimiert werden können. 

Blick über den Tellerrand

Der internationale Blick gehört dieses Mal ebenfalls zum Gesundheitsbarometer. Wie gehen andere Länder mit Schlüsselthemen um? Drei Experten geben Einblicke, wie in Kanada, Großbritannien, Singapur und Australien die Herausforderungen angegangen werden. 

Das Gesundheitsbarometer ist eine Fachzeitschrift von KPMG für die Gesundheitswirtschaft. Es informiert regelmäßig über aktuelle Themen und Fragestellungen der Branche aus den Bereichen Gesundheitspolitik, Krankenhaus und Rehabilitation, Pflegeeinrichtungen, Sozialversicherungsträger sowie Medizintechnik, Pharmazeutische Industrie und Biotechnologie.

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