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Für eine qualitativ hochwertige und moderne Gesundheitsversorgung spielt eine digital unterstützte  Patientenversorgung in deutschen Krankenhäusern eine wichtige Rolle. Allerdings hat nicht zuletzt die Corona-Pandemie verdeutlicht, dass in den letzten Jahren zu wenig in die Digitalisierung und eine moderne Ausstattung unserer Krankenhäuser investiert wurde.

Das Bundesministerium für Gesundheit hat deshalb das Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG) zur Digitalisierung der deutschen Kliniklandschaft auf den Weg gebracht. Absicht des Gesetzgebers ist, den Krankenhäusern ein lange notwendiges, digitales „Update“ zu verschaffen. Deshalb können Kliniken im Rahmen des „Zukunftsprogramms Krankenhäuser“ aus einem Krankenhauszukunftsfonds (KHZF) Fördermittel beantragen. Insgesamt steht für den KHZF ein Fördervolumen von bis zu 4,3 Milliarden Euro zur Verfügung.

Förderungsfähige Vorhaben

Konkret gefördert werden Investitionen für

  • die Modernisierung von Notfallkapazitäten,
  • die Einrichtung von Patientenportalen für ein digitales Aufnahme- und Entlassmanagement,
  • die elektronische Dokumentation von Pflege- und Behandlungsleistungen,
  • ein digitales Medikationsmanagements zur Erhöhung der Arzneimitteltherapiesicherheit,
  • einen krankenhausinternen digitalen Leistungsanforderungsprozess,
  • ein online-basiertes Versorgungsnachweissystem, 
  • Maßnahmen zur IT-Sicherheit sowie 
  • sektorenübergreifende telemedizinische Netzwerkstrukturen.

Durch das „Zukunftsprogramm Krankenhäuser“ erhalten deutsche Krankenhäuser die nötigen finanziellen Mittel, um zum Teil bereits lang geplante Digitalisierungsprojekte jetzt zu starten und durchzuführen. Der politische Impuls ist klar gesetzt und diese Zuweisung an die Krankenhäuser ist eine Chance, wie sie in dieser Form schon lange nicht mehr bestanden hat. Aktuell stehen Krankenhausverantwortliche vor der Aufgabe, ihre konkreten Digitalisierungsprojekte mit den förderungsfähigen Vorhaben abzugleichen. Sofern Vorhaben identifiziert wurden, die förderfähig sind, sollten diese nutzenstiftend priorisiert werden. Dabei ist zu beachten, dass mindestens 15 Prozent der gewährten Fördermittel für Maßnahmen zur Verbesserung der IT-Sicherheit in der Einrichtung verwendet werden. Auch wird die Umsetzung geplanter Maßnahmen durch vorhandene Personalengpässe vor praktische Herausforderungen gestellt. Ein Lichtblick ist, dass jüngst externe Unterstützung zu den förderfähigen Kosten zugeordnet wurde.

Zitatkarte

Antragstellung auf Fördermittel

Um Fördermittel zu erhalten, reichen die Krankenhausträger ihren Förderbedarf bei den zuständigen Ländern ein. Dies ist ab sofort, aber nur bis zu der Frist am 31. Dezember 2021 möglich. Es gilt also jetzt für jeden Krankenhausgeschäftsführer und jede Leitungsebene, seinen Bedarf systematisch zu identifizieren, mit der Förderungsanforderungen abzugleichen und einen entsprechenden Antrag zu stellen. 

Unter anderem sind Angaben zum Vorhaben und der Förderungssumme zu machen. Dabei ist zu beachten, dass die Länder die Möglichkeit haben, weitere Anforderungen an die Ausgestaltung der Förderanträge der Krankenhausträger festzulegen. Die Länder treffen die Entscheidung, für welche der eingereichten Vorhaben eine Förderung beim BAS beantragt wird. Anschließend prüft das BAS die Anträge der Länder auf Auszahlung von Fördermitteln aus dem Krankenhauszukunftsfonds und weist die Mittel entsprechend zu. 

Als verlässlicher Partner verfügt KPMG über ein ganzheitliches Beratungsangebot rund um das Thema Digitalisierung. Auch spezielle Beratungsbedarfe wie die Begleitung von Ausschreibungen rund um das Thema KHZG können unsere interdisziplinären Experten erfüllen. Wir unterstützen Sie professionell und vertrauensvoll bei der Identifizierung, der Konzeption sowie Umsetzung von Digitalisierungsvorhaben in Ihrer Einrichtung.