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KPMG Retail Sales Monitor – Ausgabe 03/2020 – Fokus: Online-Handel als Gewinner der Krise?

Retail Sales Monitor – Fokus: Corona und Online-Handel

Der Online-Handel wächst um fast 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, stationäre Kaufhäuser haben mit zweistelligen Umsatzrückgängen zu kämpfen. Ist das Online-Geschäft der Gewinner der Krise? Antworten gibt unser Retail Sales Monitor.

Stephan Fetsch

Partner, Deal Advisory, Head of Retail, Head of Consumer Goods

KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

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Leere Innenstädte, volle virtuelle Warenkörbe: Die Corona-Pandemie hat das Einkaufsverhalten vieler Konsumenten prägend verändert. In der aktuellen Ausgabe unseres Newsletters „Retail Sales Monitor” beschäftigen wir uns deshalb detailliert mit den Auswirkungen der Pandemie auf den Handel.

Umsatz des Online-Handels steigt um fast 30 Prozent

Denn da hat sich einiges getan: Im zweiten Quartal 2020 ist der Umsatz des Online-Handels um fast 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen. Veränderungsraten dieser Größenordnung sind selbst in dieser sehr dynamischen Branche ungewöhnlich und zu einem erheblichen Teil auf einen Sondereinfluss der Corona-Pandemie zurückzuführen. Dennoch konnte diese Entwicklung die Umsatzeinbrüche des stationären Handels nicht auffangen.

Unterschiedliche Entwicklungen der einzelnen Branchen

Wie bereits im ersten Quartal (siehe letzte Ausgabe), setzt sich die Diversität der einzelnen Branchen fort: Während einige Branchen wie der Handel mit Einrichtungsgegenständen, Haushaltsgeräten und Baubedarf ungewöhnlich hohe Wachstumsraten aufweisen, kämpfen die von der Krise stark erschütterten Branchen wie der Modehandel und die Waren- und Kaufhäuser immer noch mit zweistelligen Umsatzrückgängen.

Textilbranche: Große Kluft zwischen stationärem Geschäft und Online-Handel

Die Umsatzentwicklung in der Fashionindustrie könnte zwischen online und stationär nicht unterschiedlicher sein. Im zweiten Quartal 2020 verzeichnet der Online-Handel einen Zuwachs von knapp 21 Prozent, während der Umsatz des stationären Handels gleichzeitig um etwa 38 Prozent zurück ging. Hier spielen natürlich auch noch die Geschäftsschließungen während des Lockdowns eine Rolle. Insgesamt gingen die Erlöse in der Branche im ersten Halbjahr 2020 um etwa 30 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode zurück. 

Knapp 90 Prozent Umsatzwachstum im E-Food-Bereich

Dass sich das Konsumverhalten immer weiter ins Internet verlagert, sieht man auch an den Entwicklungen im Bereich E-Food: Der Gesamtumsatz im Online-Handel mit Nahrungsmitteln stieg im zweiten Quartal 2020 auf 772 Millionen Euro, dies entspricht einem Umsatzwachstum von knapp 90 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Einzelhandel schließt zweites Quartal mit einem Plus ab

Insgesamt erholt sich der Einzelhandel langsam. Trotz der Krise steigerte die Branche im zweiten Quartal 2020 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamts ihre Umsätze preisbereinigt um 1,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das liegt unter anderem an der hohen Nachfrage nach Gütern des täglichen Bedarfs zu Beginn der Pandemie. Der Lebensmitteleinzelhandel verzeichnet im ersten Halbjahr 2020 ein Umsatzwachstum von real 5,9 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode.

Alle relevanten Zahlen zu den Entwicklungen im deutschen Einzelhandel im zweiten Quartal 2020 finden Sie hier:

Gemeinsam mit dem EHI beleuchten wir vier Mal im Jahr im KPMG Retail Sales Monitor die Entwicklungen, Trends und Treiber der Branche. Hier können Sie unseren Newsletter abonnieren. 

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