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Die Fertigungsindustrie in Deutschland strebt eine weltweit führende Rolle bei der Umsetzung von Industrie 4.0 an. Aber die zunehmende Digitalisierung, Vernetzung und Automatisierung hilft nicht nur dabei, Prozesse zu verschlanken und zu beschleunigen. Sie bietet Kriminellen auch ein neues Einfallstor. 

Gefahr für Industrieanlagen

Wie gefährdet sind vernetzte Industrieanlagen? Welchen Gefahren sind Unternehmen ausgesetzt und wie sehen die Sicherheitsstandards aus? Diesen und anderen Fragen gehen wir in unserer Kurzstudie „Industrieanlagen im Visier von Cyberkriminellen“ (LINK) nach. Dabei geht es vor allem darum, ob und welche Konzepte zu Operational Technology (OT) in den Unternehmen bestehen. Der Begriff OT bezeichnet die Cyber-Security-Maßnahmen für Industrieanlagen. 

Viele Unternehmen haben bereits Erfahrungen mit Cyberattacken

Die Mehrheit der von uns befragten Unternehmen hat ihre Produktion bereits teilweise oder vollständig vernetzt. Unsere Befragung zeigt, dass die Hälfte im Visier von Kriminellen war und von Cyberattacken berichten kann. Das belegt, wie groß die Bedrohungslage ist. Hinzu kommt, dass sich viele Mitarbeiter nicht gut genug über die Gefahren von Cyberattacken informiert fühlen. In unserer Umfrage sagen das fast 40 Prozent. Und 70 Prozent sind der Meinung, dass der Sicherheitsstatus ihres Unternehmens „befriedigend“ oder sogar noch schlechter sei.

Großer Nachholbedarf bei Sicherheitsstrategie

„Die Industrieanlagensicherheit sollte in der Unternehmensstrategie verankert sein, Teil der organisationsweiten Vorgaben, Richtlinien und entsprechender Trainings werden und jedem Mitarbeiter - auf allen Ebenen des Unternehmens  - verständlich und bewusst gemacht werden“, sagt Marko Vogel, Partner Cyber Security bei KPMG in Deutschland. Hier besteht noch großer Nachholbedarf. Denn: Die Kurzstudie zeigt, dass 60 Prozent der von uns befragten Unternehmen nicht über ein ganzheitliches OT-Security-Konzept verfügen. 

Klar ist: Digitalisierung, Automatisierung und Vernetzung treiben die Transformation und die Modernisierung der industriellen Produktion zügig voran. Aber gleichzeitig wird es schwerer und aufwändiger, die Anlagen und den Produktionsprozess angemessen zu schützen. Die Studie gibt einen guten Überblick, wie Unternehmen auf diese Herausforderung reagieren und zeigt auf, welche Maßnahmen eingeleitet werden können, um das Risiko zu minimieren.  

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