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Relevant und verständlich – so sieht ein gutes Reporting bei Banken aus

So sieht ein gutes Reporting bei Banken aus

Banken sollten auf digitale, ressourcenschonende Berichte setzen.

Holger Wußler

Partner, Financial Services

KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

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Effizientes Reporting

In der deutschen Bankenwelt ist das Reporting in vielen Bereichen vor allem eines  - umfangreich. Was erst einmal nach notwendiger Informationsbreite klingt, erweist sich bei näherem Betrachten als aufgeplustertes Zahlenwerk. Der Umfang ergibt sich größtenteils durch historische Werte auf unterschiedlichsten Detailebenen. Wertstiftende Informationen wie Handlungsempfehlungen, Forecasts und Steuerungsimpulse sind meist nicht zu finden. Dazu kommt, dass diese Berichtswerke häufig mit einer hohen Ressourcenbindung und manuellen Prozessen einhergehen. Hier macht dann jeder Bereich alles  - und das auf unterschiedliche Weise.

Steuerungsrelevanz verbessern und Berichtsinhalte straffen

Die Idee des Reportings ist simpel  - der Adressat soll in die Lage versetzt werden, die aktuelle Situation im Unternehmen zügig zu verstehen und auf Basis ausgewogener Informationen Entscheidungen zu treffen. Idealerweise werden ihm diese Informationen auf wenigen Seiten in einer prägnanten Art und Weise vermittelt. Ein Vorbild kann hier die Zeitung sein  - das aktuelle Weltgeschehen auf einer Seite. 

So simpel, so herausfordernd. Es muss geklärt werden, welches die relevanten Informationen für welchen Empfänger sind. Es ist zu prüfen, welche seit Jahren berichteten Informationen ggf. gar nicht mehr interessant sind und wie sie um Steuerungsrelevanz angereichert werden können. Gesetzliche Mindestinhalte sind hierbei selbstverständlich zu berücksichtigen. 

Hilfreich sind Referenzmodelle, die alle Anforderungen in modularen Bausteinen enthalten. Ausgereifte Visualisierungs- und Berichtsvorlagen sowie Kommentierungsstandards bilden eine gute Grundlage, um optisch ansprechende und steuerungsrelevante Berichte zu entwickeln. Je nach aktueller Situation in der Bank ergeben sich so meist zwischen zehn und zwanzig Prozent Effizienzpotenzial. 

Prozesse optimieren

Ein Großteil der Banken zielt bereits auf eine Automatisierung ihrer Reportingprozesse ab. Oftmals wird jedoch nicht der ganze Prozess digitalisiert, sondern nur die letzte Meile im Sinne der Report-Visualisierung. Viele Berichtsstrecken weisen entsprechend Medienbrüche auf. Die Automatisierungs-Ansätze erfolgen darüber hinaus meist dezentral in silohaften Ansätzen und weisen keine zentrale Umsetzungsstrategie auf. Damit fehlt ein klares Zielbild hin zu einem integrierten Berichtswesen.

Die zur Berichtserstellung erforderliche Zeit ist in vielen Banken nicht effizienzfördernd. Pro Seite werden zum Teil viereinhalb Stunden benötigt  - wichtige Zeit, die für Analysen und steuerungsrelevante Auswertungen besser zu gebrauchen wäre. Hier kann neben fachlichen Prozessoptimierungen insbesondere der Einsatz von Business Intelligence- und Workflow-Tools zur Verbesserung beitragen. Diese unterstützen die Berichtserstellung, bieten Kollaborationsmöglichkeiten und gewähren zeitnahe Auswertungen sowie vertiefte Analysen. Eine Effizienzsteigerung um bis zu ca. 25 Prozent kann damit möglich sein.

Vorteile der Zentralisierung

In vielen Banken wird in unterschiedlichen Bereichen stets das gleiche getan  - von immer anderen Mitarbeitern. Ein Verlust von Effizienz ist hier schnell ersichtlich. Repetitive Tätigkeiten zu zentrieren und damit zu optimieren ist kein neuer Ansatz, aber dennoch ein effektvoller. Der Einsatz einer zentralen Berichtsfabrik zur Bündelung von Prozessschritten ist ein guter erster Schritt. Von der Datenaufnahme über die Verarbeitung bis hin zu ersten Analysen und Kommentierungen kann der Prozess durch eine zentrale Stelle im Unternehmen durchgeführt werden. Mitarbeiter mit spezifischen Rollen wie beispielsweise Data Scientists oder Data Engineers können auf Basis ihres Fach- und Tool-Knowhows effektive Vorarbeit leisten. Tiefergehende Analysen werden durch die Fachbereiche dezentral durchgeführt beziehungsweise angefragt.

Das Optimierungspotenzial durch Zentralisierung hängt einerseits von der Zahl der Berichtsstrecken, andererseits vom Umfang der Zentralisierung (nur bereichsintern oder auch bereichsübergreifend) ab. Ab fünf Berichtsstrecken ist eine Effizienzsteigerung von zehn Prozent mit hoher Wahrscheinlichkeit realisierbar. Umfasst die Zentralisierung alle Bereiche, sind durchaus weitere zwanzig Prozent möglich.

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