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Berichtswesen deutscher Banken: Was gut läuft, wo Nachholbedarf besteht und was wichtig wird

Bank-Berichtswesen: Was gut läuft und was wichtig wird

Umfrage zeigt, dass geplante Investitionen genutzt werden sollen, um das externe Berichtswesen zu optimieren

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Finger tippt auf Tablet

Das Jahr 2019 war für viele Finanzinstitute davon geprägt, die Umsetzung neuer regulatorischer Anforderungen der letzten Jahre zu „verdauen“. Wer noch nicht damit begonnen hat, macht sich spätestens jetzt Gedanken über die Aufstellung in den kommenden Jahren, auch und gerade im externen Berichtswesen. Für das Whitepaper „Optimierung des Berichtswesens: Ein Bericht zum Status quo haben wir Entscheidungsträger in Finanzinstituten zum externen Berichtswesen befragt. Die Studie gibt einen Überblick über aktuelle Trends im Melde- und Rechnungswesen der Finanzfunktion deutscher Finanzinstitute. Und sie bietet die Möglichkeit, die eigene Positionierung mit anderen Instituten zu vergleichen.

Umfrage zeigt: Investitionen werden sinken

Die Umfrage beinhaltet quantitative und qualitative Einschätzungen zu den Entwicklungen im externen Berichtswesen der Finanzfunktion. Die Untersuchung gibt die aktuelle Situation in den befragten Finanzinstituten wieder und wagt einen Blick in die Zukunft: Wie werden Weiterentwicklungen, Modernisierungen oder auch Verschlankungen des Berichtswesens in der Finanzfunktion aussehen? Ein Ergebnis der Umfrage: Das Gesamtvolumen der geplanten Investitionen über die nächsten drei Jahre wird sinken und der Fokus der Investitionen wird sich deutlich verschieben. Während dieser in der Vergangenheit klar auf der Einhaltung regulatorischer Anforderungen lag, verteilen sich die geplanten Investitionen nun stärker auf Maßnahmen zur Optimierung des Berichtswesens.

Datenverarbeitung als große Herausforderung

Laut Umfrage hält ein Großteil der befragten Institute ihre Prozessdokumentation im Berichtswesen für ausreichend. Sie ist vor allem davon getrieben, die Anforderungen der Abschlussprüfer und der Bankenaufsicht zu erfüllen, wird jedoch in den meisten Häusern nicht für die Prozessdurchführung und -steuerung genutzt. Dies wäre zum Beispiel über Business-Process-Management-Systeme möglich. Sie unterstützen die Prozessdurchführung auf der Grundlage der Prozessdokumentation und ermitteln automatisiert Prozesskennzahlen - zum Beispiel Dauer der Durchführung, Anzahl aufgetretener Fehler etc. Hier liegt großes Potenzial für ein effektives Prozessmanagement, das bisher von den befragten Instituten kaum genutzt wird.

Eine der größten Herausforderung für die Finanzinstitute ist die Bereitstellung und Verarbeitung konsistenter und hochwertiger Daten. Banken haben hier in den vergangenen Jahren investiert. Das hat allerdings bei den meisten Befragen noch nicht zu einer einheitlichen Datenhaltung und einer zentralen Datenbereitstellung für das externe Berichtswesen geführt. Hier besteht bei allen Banken ungenutztes Potenzial. Die Optimierung der Datenhaltung und -bereitstellung ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die Erhöhung des Automatisierungsgrades im Berichtswesen und Voraussetzung für den erfolgreichen Einsatz digitaler Technologien. Jedoch werden digitale Technologien in vielen Häusern noch recht zurückhaltend eingesetzt. Viele Institute haben zwar erste Erfahrungen mit Software-Robotern zur Automatisierung repetitiver regelbasierter Tätigkeiten gesammelt. Doch sie werden tatsächlich nur vereinzelt im Berichtswesen eingesetzt.

Insgesamt macht die Umfrage deutlich, dass viele Institute zwar bereits Maßnahmen zur Optimierung des Berichtswesens eingeleitet haben. Im Gesamtbild können diese jedoch nur ein erster Schritt sein und sind noch nicht ausreichend, um sich langfristig erfolgreich aufzustellen. Das Berichtswesen sollte weiter transformiert und Kosten weiter gesenkt werden.

Herunterladen können Sie das Whitepaper hier:

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