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Benchmarking the crisis: Verrechnungspreise in der Krise

Verrechnungspreisermittlung in der Krise

Die coronabedingte Wirtschaftssituation stellt Unternehmen vor viele Herausforderungen und erschwert u.a. die Bestimmung von Verrechnungspreisen.

Ansprechpartner

Michel Braun

Director, Tax, Global Transfer Pricing Services

KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

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Die durch die Corona-Pandemie ausgelöste Wirtschaftssituation stellt nahezu jedes Unternehmen vor vielfältige Herausforderungen. Neben vielen anderen Themen erschwert sie auch die Bestimmung von Verrechnungspreisen massiv. Aktuell stehen bei vielen verantwortlichen Führungskräften die Auswirkungen der krisenbedingten Gesamtergebnisse (u. U. umfasst dies auch Verluste) auf die Fremdüblichkeit von Verrechnungspreisen im Fokus. 

Die Herausforderung liegt insbesondere darin, dass für die Überprüfung der Fremdüblichkeit von Verrechnungspreisen in der Regel herangezogenen Benchmark-Studien auf historischen Daten der letzten Jahre beruhen. In einer wirtschaftlichen Sondersituation ist diese Vorgehensweise aber kritisch. Die erforderlichen Finanzzahlen der aktuellen Krise stehen erst frühstens in ein bis zwei Jahren zur Verfügung und die Daten der letzten Jahre weisen keine Kriseneffekte auf. Aus diesem Grund werden die Ergebnisse aktueller Benchmark-Analysen die krisenbedingten Schwankungen nicht ausreichend berücksichtigen. Methoden zur Anpassung der Benchmark-Studien an die aktuellen turbulenten Marktbedingungen gibt es bislang nicht.  

Die Verrechnungspreisexperten von KPMG haben deshalb Ansätze entwickelt, mittels bewährter statistischer Modelle die Vergleichswerte innerhalb von Benchmark-Studien entsprechend der Marktentwicklung zu modifizieren. Unsere KPMG-interne Datenbank bietet die Möglichkeit, globale Schätzungen anhand von Finanzzahlen aus vergleichbaren globalen Krisen, z. B. der Finanzkrise 2008/2009, durchzuführen. Obwohl die Auswirkungen der Covid-19-Rezession viel schwerwiegender zu sein scheinen, können geschätzte Krisenauswirkungen anhand vergangener Krisenszenarien einen zuverlässigen Hinweis darauf geben, wie Planungsdaten oder die Interquartilsbandbreite einer kürzlich durchgeführten Benchmark-Analyse angepasst werden können. 

Unsere Ansätze umfassen:

  • Financial Backdate: Durch eine kalkulatorische „Rückdatierung“ der Finanzzahlen in zurückliegende Krisenzeiten ergibt sich eine realistische Darstellung im Rahmen einer globalen Wirtschaftskrise.
  • Data Simulation: Benchmark-Studien basieren meistens auf einer kleinen Anzahl von Vergleichsunternehmen im „Final-Set”, aus denen eine Bandbreite fremdüblicher Preise und Margen hergeleitet wird. Solche kleinen Datensätze weisen aufgrund der höheren Streuung im Vergleich zu großen Datensätzen eine höhere statistische Empfindlichkeit für Sondereffekte auf. Es ist anzunehmen, dass große Datensätze Kriseneffekte eher unterschätzen. Durch unsere Datenbanksimulation ziehen wir Stichproben auf Basis großer Datenmengen und können so Kriseneffekte auch für kleinere Vergleichsgruppen simulieren. Im Ergebnis erhalten wir ein Final-Set an Vergleichsunternehmen, deren Finanzkennzahlen Kriseneffekte berücksichtigen.

Bei Bedarf ergänzen wir unser Financial Backdate und die Data Simulation mit einer zusätzlichen Regressionsanalyse, um empirisch Korrelationen und Interdependenzen zwischen einzelnen Finanzdaten zu bestimmen. 

  • Regressionsanalyse: Hierbei kann auf eine große Menge sektor- oder branchenspezifischer Daten zugegriffen werden, um einen statistischen Zusammenhang zwischen Umsatz und Rentabilität zu modellieren. 

Unser Leistungsumfang enthält für alle drei Methoden 

  • eine Dokumentation des (statistischen) Ansatzes, 
  • die Studienergebnisse der oben aufgeführten statistischen Modelle, 
  • eine Elaboration und Erläuterung des Ansatzes aus deutscher und internationaler Verrechnungspreisperspektive (OECD). 

Mit unserem Leistungsumfang unterstützen wir unsere Kunden gleichzeitig bei der zeitnahen Dokumentation und der Verteidigung der Anpassungsrechnungen, sowohl der Höhe als auch dem Grunde nach.

Weitere Informationen finden Sie in unserem Infoblatt.

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