ESMA veröffentlicht Erwartungen an die Zwischenberichterstattung in 2020 in Bezug auf COVID-19

Die ESMA hat ein Statement veröffentlicht, in dem sie ihre Erwartungen an eine Zwischenberichterstattung in 2020 formuliert.

ESMA veröffentlicht Erwartungen an Zwischenberichterstattung in 2020 i.Z. mit COVID-19.

Für nach IAS 34 erstellte Zwischenabschlüsse 2020 erwartet die ESMA - entsprechend der Update-Funktion des Zwischenabschlusses gegenüber dem letzten Konzernabschluss - ausführliche Erläuterungen zu den Auswirkungen durch COVID-19. Dabei geht die ESMA davon aus, dass COVID-19 für einen Großteil der Unternehmen ein signifikantes Ereignis im Sinne von IAS 34.15-15C darstellt. Im Einzelnen werden u.a. folgende Punkte genannt, zu denen nützliche Erläuterungen erfolgen sollten:

  • Inanspruchnahme von Unterstützungsmaßnahmen,
  • Angaben zu Unsicherheiten in Bezug auf die Unternehmensfortführung, auch wenn letztlich nach Beurteilung durch das Management keine erheblichen Zweifel bleiben,
  • Angaben zu Bewertungsunsicherheiten,
  • Schätzungsänderungen,
  • Kreditumstrukturierungen und Brüche von Kreditvereinbarungen, sowie
  • Angaben zum anlassbezogenen Wertminderungs-Test für nichtfinanzielle Vermögenswerte, der aufgrund der Unsicherheiten ggf. unter Verwendung verschiedener Szenarien durchgeführt wird und der bei der Bestimmung des sachgerechten Zinssatzes besondere Aufmerksamkeit erfordert.

Die ESMA empfiehlt, die Auswirkungen durch COVID-19 auf die Gewinn- und Verlustrechnung in einer Anhangangabe zusammenfassend darzustellen.

In Bezug auf Zwischen-Lageberichte empfiehlt die ESMA, dass Unternehmen folgende Aspekte darstellen:

  • Auswirkungen von COVID-19 auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage,
  • ergriffene Maßnahmen zur Verminderung negativer Effekte und
  • falls möglich, die erwarteten Auswirkungen auf die zukünftige Entwicklung.

Das Statement kann hier abgerufen werden.

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