IASB veröffentlicht Stellungnahme zu IFRS 9 Financial Instruments wegen COVID-19

Accounting for expected credit losses applying IFRS 9 Financial Instruments in the light of current uncertainty resulting from the covid-19 pandemic

Accounting for expected credit losses applying IFRS 9 Financial Instruments

In der am 27. März 2020 veröffentlichten Stellungnahme stellt das IASB heraus, dass IFRS 9 ein Rahmenwerk zur Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten zur Verfügung stellt, das zur Abbildung der jeweils aktuellen wirtschaftlichen Lage der Ausübung von Ermessen bedarf und nicht mechanistisch angewandt werden soll.

Hierbei sind Informationen einzubeziehen, die zum einen ohne unangemessenen Kosten- oder Zeitaufwand verfügbar und zum anderen angemessen und belastbar sind. Neben den direkten Auswirkungen der Krise sind bei der Berücksichtigung der zukunftsgerichteten Informationen auch staatliche Stützungsmaßnahmen einzubeziehen.

Falls die Auswirkungen von Covid-19 nicht in den bislang etablierten Modellen berücksichtigt werden können, sind Anpassungsmaßnahmen in Betracht zu ziehen (sog. „post-model overlays“ oder „management adjustments“).

Das IASB stellt klar, dass IFRS 9 und die damit verbundenen Angaben den Nutzern von Finanzinformationen im aktuell angespannten wirtschaftlichen Umfeld die sehr stark benötigte Transparenz liefern.

Schließlich betont das IASB, dass es sich mit unterschiedlichen Aufsichtsbehörden zur Anwendung von IFRS 9 im Zusammenhang mit der Covid-19 Krise ausgetauscht hat und dass es die Berücksichtigung von deren Äußerungen zu diesem Thema empfiehlt.

Zu den Äußerungen besonders wichtiger Aufsichtsbehörden sowie des IDW verweisen wir auf die Express Accounting News Ausgabe 16/2020 dieser Woche.

Das IASB-Statement ist unter diesem Link abrufbar.

KPMG Express Accounting News