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Das sah schon mal besser aus: Nur noch 22 Prozent der ausländischen Unternehmen planen in Deutschland jährliche Investitionen von zehn Millionen Euro oder mehr  - vor zwei Jahren waren es noch 34 Prozent. Das zeigt die aktuelle Ausgabe der Studie „Business Destination Germany 2020“, für die 340 Führungskräfte der größten internationalen Konzerne in Deutschland befragt wurden. Woran liegt das? Was lässt die ausländischen Firmen zweifeln? 

Bei Infrastruktur und Steuersystem besteht größter Reformbedarf

Die größten Baustellen sind die Infrastruktur und das deutsche Steuersystem. Nur etwas mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen (56 %) bewertet die Infrastruktur in Deutschland als mindestens eine der besten fünf oder als die beste in der EU. Ein Verlust von zwanzig Prozentpunkten im Vergleich zur letzten Studie von vor zwei Jahren (76 %). Und die Wettbewerbsfähigkeit des Steuersystems lässt auch zu wünschen übrig: Nur 19 % sehen Deutschland hier mindestens unter den Top 5 der EU-Länder.

Andreas Glunz Zitat

Trotz alledem schätzt die Mehrheit der ausländischen Konzerne in Deutschland ihre aktuelle wirtschaftliche Lage als gut oder sehr gut ein. Insbesondere die Branchen Gesundheitswesen, Bau, Erneuerbare Energien und Automotive bieten internationalen Unternehmen die größten Potenziale.

Investitionshoffnung: deutsche Familienunternehmen

Und auch die deutschen Familienunternehmen bieten Chancen für ausländische Investoren: Denn Familienunternehmen sind zwar international sehr erfolgreich, haben aber oft Schwierigkeiten, wenn es darum geht, ihr Geschäft von einer Generation zur nächsten zu übergeben. Dieser Zustand ist für ausländische Investoren eine gute Gelegenheit, um sich selbst ins Spiel zu bringen.  

Bayern ist attraktivster Investitionsstandort

Geografisch gesehen ist und bleibt für gut ein Drittel der Befragten Bayern der attraktivste Investitionsstandort, gefolgt von Nordrhein-Westfalen (27 %), Baden-Württemberg (20 %) und Hessen (16 %).

Alle Ergebnisse und Schlussfolgerungen finden Sie in der englischsprachigen Studie „Business Destination Germany 2020“: