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Going Green: Die EU-Taxonomie

Going Green: Die EU-Taxonomie

Mit einer neuen Taxonomie legt die EU das Fundament für mehr Nachhaltigkeit in der Wirtschaft. Was jetzt auf Unternehmen zukommt.

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Seit langem wird über ein einheitliches Klassifizierungssystem für nachhaltige ökonomische Aktivitäten („Taxonomie“) diskutiert. Am 17. Dezember 2019 wurde zwischen EU-Parlament und -Rat eine politische Einigung zur EU-Taxonomie-Verordnung erzielt. Sie bildet den Rahmen zur Etablierung einer „grünen Liste“ von ökonomischen Aktivitäten und beinhaltet auch erweiterte Offenlegungspflichten für Marktteilnehmer.

Die EU-Taxonomie ist auf den am 8. März 2018 von der EU-Kommission veröffentlichten Aktionsplan zur Finanzierung von nachhaltigem Wachstum zurückzuführen. Im Rahmen dieses Aktionsplans ist sie ein zentrales Element, auf der andere legislative und nicht-legislative Maßnahmen in den nächsten Jahren aufbauen werden. Eine einheitliche Klassifizierung soll Transparenz über den Nachhaltigkeitsgrad von Unternehmen und Finanzprodukten schaffen und der Markt-Fragmentierung durch Best-Practice-Standards und dem sogenannten Green-Washing entgegenwirken. In Summe dient dies dem Ziel des Aktionsplans zur Umleitung von Kapitalströmen in nachhaltige ökonomische Aktivitäten. 

Wichtig für das Verständnis der EU-Taxonomie ist, dass diese weder eine Nachhaltigkeits-Klassifizierung noch -kennung („Labels“) für Finanz- und Investmentprodukte oder Unternehmen einführt. Sie definiert Nachhaltigkeitsanforderungen an ökonomische Aktivitäten und Investments in diese. Werden diese dann in Finanzprodukten verpackt, Investoren angeboten und entsprechend beworben, definiert die EU-Taxonomie Transparenzanforderungen. In wie weit ein solches Produkt als nachhaltig eingestuft werden kann, ergibt sich aus gesonderten Produktstandards, die auf der EU-Taxonomie aufbauen und sich ebenfalls aus dem Aktionsplan ableiten. 

Im Ergebnis hat die EU-Taxonomie direkte Auswirkungen auf Banken, Versicherer und Asset Manager, aber auch auf Emittenten von Unternehmensanleihen, Kreditnehmer, große Unternehmen von öffentlichem Interesse sowie Regulatoren und Gesetzgeber.

Was das im Detail für die Unternehmen bedeutet und welcher Handlungsbedarf sich daraus ableiten lässt, haben wir für Sie zusammengefasst.

Herunterladen können Sie unsere Publikation hier:

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