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IMO2020: Regulierung für nachhaltigere Schifffahrt

IMO2020: Regulierung für nachhaltige Schifffahrt

Mit der IMO2020 sollen die Lieferketten klimaschonender werden. Damit endet nicht nur die Zeit des Schweröls. Wie Reedereien die neuen Umweltvorschriften einhalten können.

Dr. Steffen Wagner

Partner, Head of Transport & Leisure

KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

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Seit dem 1. Januar 2020 gilt die IMO2020. Mit dieser Regulierung der Internationalen Schifffahrtsorganisation (IMO) steigen die Umweltauflagen für die maritime Industrie erheblich. Das Ziel ist, die Schifffahrt nachhaltiger und umweltfreundlicher zu machen.

Für die Schifffahrtsunternehmen sind die Folgen gravierend, wie wir in unserem englischsprachigen Whitepaper „IMO2020  - the call for sustainable supply chains“ festhalten. Denn neben Nachhaltigkeit soll durch die Regulierung auch die Transparenz steigen. Damit adressiert sie zwei wunde Punkte der Schifffahrtsbranche. Gleichzeitig greift die IMO2020 auf, was Kunden ohnehin zunehmend einfordern.

Die maritime Industrie ist also gezwungen, ihre Logistikkette transparenter zu gestalten und effizienter zu werden. Das bedeutet grundlegende Anpassungen des Geschäftsmodells.

Um die Regelungen der IMO umzusetzen, brauchen Reedereien zusätzliche Finanzierungen. Wesentlich ist zum Beispiel die Umstellung des Treibstoffes. Schwefelärmeres LSFO ist erheblich teurer als das bislang gängige Schweröl. 

Daten gewinnen dadurch an Wert. Wann wird wo wieviel Treibstoff verbraucht? Wie lassen sich die Routen optimieren? Wer es versteht, die Daten kostengünstig zu erheben und daraus auch die richtigen Schlüsse zieht, wird einen Wettbewerbsvorteil haben. Denn diese Daten können auch Kunden überzeugen, denen die Umweltbilanz ihrer Waren wichtig ist.

Als nicht dauerhaft zielführend haben sich die Versuche erwiesen, die niedrigen Frachtraten über höhere Marktanteile durch Konsolidierungen und Zukäufe zu erhöhen. Um langfristig profitabel zu sein, könnte eine Lösung sein, Plattformmodelle zu nutzen. Dafür müssten die Reedereien enger zusammenarbeiten  - was wiederum größere Transparenz voraussetzt.

Wie genau das funktionieren könnte, wie kleinere und mittlere Unternehmen dabei Schritt halten und wie die Schifffahrtsunternehmen dem Finanzierungsdruck begegnen können, lesen Sie in unserem englischsprachigen Whitepaper. 

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