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Studie: Investitionsbereitschaft von US-Unternehmen in Deutschland sinkt

US-Unternehmen: Standort Deutschland weniger attraktiv

US-amerikanische Unternehmen blicken zunehmend skeptisch auf den Standort Deutschland. Vor allem Grundsätzliches wird kritisiert.

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Deutschland und die USA gehören zu den wichtigsten Akteuren der globalen Wirtschaft und sie pflegen enge Beziehungen. Unsere Studie „US-Business in Germany 2020“ zeigt, dass diese gute Beziehung gefährdet ist und US-amerikanische Unternehmen den Standort Deutschland in zunehmend kritischerem Licht sehen. Deutschland gilt zwar weiterhin als attraktiver Standort, doch die Investitionslust ist deutlich zurückgegangen. Das belegen zwei Zahlen: 2017 gaben noch fast die Hälfte (47 Prozent) der befragten Unternehmen an, in Deutschland zehn Millionen Euro oder mehr in Deutschland investieren zu wollen. Inzwischen sagen das nur noch 24 Prozent. 

Kritik am Standort Deutschland

Diese Zurückhaltung hängt nicht etwa damit zusammen, dass US-Unternehmen wirtschaftlich schlecht dastehen. Im Gegenteil: 73 Prozent der befragten US-Unternehmen rechnen für die kommenden drei Jahre mit einer sehr guten oder guten eigenen wirtschaftlichen Lage. Die Zurückhaltung mündet dagegen in grundlegender Kritik am Standort Deutschland. Die Liste der Kritikpunkte ist lang: ein kompliziertes Steuersystem, hohe Personalkosten, eine ausbaufähige Infrastruktur, außerdem wird das Land nicht als Innovationstreiber wahrgenommen.

Netze sollten ausgebaut werden

„Deutschland sollte vor allem in die Infrastruktur investieren, um ein attraktiver Standort zu bleiben“, bewertet Warren Marine, USA Country Practice Leiter, die Ergebnisse der Umfrage. Dazu zählen für ihn der Ausbau der Mobilfunknetze und das Vorantreiben der 5G-Ausbaus. „Auch Strom- und Verkehrsnetze sollten ausgebaut werden“, sagt Warren Marine.

Innovationsfähigkeit wird in Frage gestellt

21 Prozent der befragten Unternehmen sieht Deutschland bei Steuern und Abgaben im EU-Vergleich als Schlusslicht oder zumindest unter den letzten fünf Nationen. Auch bei der Innovationsfähigkeit hat Deutschland Luft nach oben. Fast die Hälfte der befragten Unternehmen geben an, dass sie die Innovationsfähigkeit ihres deutschen Unternehmensstandorts eher im Mittelfeld oder sogar nur unter den letzten fünf sehen. Dazu kommt: Nur 17 Prozent der US-Unternehmen fühlen sich in Deutschland optimal dabei unterstützt, sich neu anzusiedeln oder verstärkt zu investieren.

Trotz aller Kritik - Deutschland bleibt wichtiger Partner

Die Studie zeigt deutlich, dass der Standort Deutschland deutlich skeptischer als noch vor einigen Jahren betrachtet wird. Aber die Befragung belegt auch, dass Deutschland für Unternehmen aus den USA weiterhin als attraktiver Ort und Partner für Investitionen und Unternehmungen betrachtet wird. Rund zwei Drittel der von uns Befragten gehen davon aus, dass ihr Business hierzulande auch in den kommenden drei Jahren gute oder sogar sehr gute Zahlen schreiben wird. Und Deutschland ist weiterhin ein wichtiger strategischer Ausgangsort. 80 Prozent koordinieren ihre Vertriebsaktivitäten im deutschsprachigen Raum aus Deutschland.

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