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DRSC veröffentlicht E-DRÄS 11 zu Änderungen an DRS 18

DRSC veröffentlicht E-DRÄS 11

Das DRSC hat am 23. Dezember 2019 den Entwurf eines Änderungsstandards Nr. 11 zu Änderungen des DRS 18 Latente Steuern veröffentlicht (E-DRÄS 11).

Hanne Böckem

Partner, DPP

KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

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Seit der Verabschiedung des DRS 18 im Juni 2010 Zeit fand keine inhaltliche Überarbeitung des Standards statt. Aus diesem Grund sowie vor dem Hintergrund von Anwenderfragen zur Bilanzierung latenter Steuern beschloss der HGB-FA die Regelungen des DRS 18 zu überprüfen.

Mit dem vorliegenden Entwurf des Deutschen Rechnungslegungs Änderungsstandards Nr. 11 (E-DRÄS 11) wird somit das Ziel verfolgt, aufgetretene Anwenderfragen zu adressieren und Unklarheiten im Standard zu bereinigen.

Die Änderungen an DRS 18 betreffen insbesondere folgende Themenkreise:

  • (Analoge) Anwendung von § 306 Satz 3 HGB für Buchwertdifferenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwertes (GoFW) nach § 246 Abs. 1 Satz 4 HGB (Wahlrecht) bzw. auf Buchwertdifferenzen beim GoFW oder bei einem passiven Unterschiedsbetrag bei Anwendung der Equity Methode (Soll-Anwendung).
  • Ansatz von latenten Steuern auf Buchwertdifferenzen beim GoFW bzw. einem passiven Unterschiedsbetrag im Rahmen der Folgebewertung, soweit sie auf temporären Differenzen beruhen, die auf einen steuerlich abzugsfähigen GoFW bzw. einen steuerlich zu berücksichtigenden passiven Unterschiedsbetrag zurückzuführen sind.
  • Übernahme bestehender Regelungen aus dem DRS 25 Währungsumrechnung zu latenten Steuern in DRS 18 Latente Steuern
  • Anwendung der Regelungen von § 306 Satz 4 HGB (sog. outside basis differences) auf Zweigniederlassungen bzw. Betriebsstätten
  • Klarstellung bzgl. der Pflicht zu Angabe von latenten Steuersalden und der im Laufe des Geschäftsjahres erfolgten Änderungen der Salden nur bei Ansatz von Steuerschulden auf Grund eines Passivüberhangs (§ 274 Abs. 1 iVm § 298 Abs. 1 HGB) oder aus der Anwendung von § 306 Satz 1 HGB
  • Aufhebung der Regelungen zu quantitativen Angaben zu nicht angesetzten aktiven latenten Steuern, ungenutzten Verlustvorträgen und ungenutzten Steuergutschriften
  • Aufhebung der Pflicht zur Erstellung einer Überleitungsrechnung.

Der Entwurf sieht eine erstmalige Anwendung der geänderten Regelungen für das nach dem 31. Dezember 2020 beginnende Geschäftsjahr vor. Eine frühere Anwendung wird empfohlen.

Die Kommentierungsfrist endet am 28. Februar 2020.

Eine Zusammenfassung der wesentlichen Änderungen an DRS 18 ist auf der Homepage des DRSC abrufbar. Den vollständigen Entwurf können Sie hier herunterladen.

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