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BEPS 2.0 & Digitales

BEPS 2.0 & Digitales

Ein Paradigmenwechsel im internationalen Unternehmenssteuerrecht

Ein Paradigmenwechsel im internationalen Unternehmenssteuerrecht

Das internationale Unternehmensteuerrecht befindet sich in einem fundamentalen Wandel

Der BEPS Maßnahmenkatalog der OECD aus 2015 („BEPS 1.0“) initiierte bereits zahlreiche Änderungen in der internationalen Besteuerungspraxis. In Aktionspunkt 1 wurden seinerzeit besondere „Herausforderungen bei der Besteuerung der digitalen Wirtschaft“ identifiziert. Konkrete Lösungsvorschläge blieb die OECD allerdings schuldig. Als unmittelbare Reaktion darauf führten zahlreiche Staaten unilaterale Digitalsteuern ein. Um einen „Flickenteppich“ nationaler Alleingänge zu vermeiden, hat die OECD das BEPS 2.0-Projekt zu Beginn des Jahres 2019 angestoßen. Aktueller Höhepunkt der Debatte ist der „Unified Approach“ vom 9. Oktober sowie das „GloBE“ Konzept vom 8. November 2019.

 

BEPS 2.0-Initiative

Das BEPS 2.0-Projekt der OECD hat zum Ziel, ein global abgestimmtes Besteuerungskonzept zu erarbeiten, welches den Problemstellungen des digitalen Zeitalters gerecht wird. Gleichzeitig sollen mit Blick auf Compliance-Anforderungen und künftige Streitbeilegung klare und geradlinige Konzepte erarbeitet werden, um das Besteuerungsverfahren effizient und administrativ möglichst simpel zu gestalten. Die OECD hat die bislang erarbeiteten Konzepte in zwei Säulen („Pillars“) aufgeteilt.

Pillar 1 zielt auf die Erweiterung der Besteuerungsrechte zwischen den beteiligten Staaten ab. Ein neuer steuerlicher Anknüpfungspunkt („Nexus“) soll den Quellen-/Marktstaaten zusätzliches Steuersubstrat sichern. Hierzu wurden bei der OECD drei grundsätzliche Vorschläge aus verschiedenen Mitgliedsländern vorgebracht (USA, UK, Indien).

Pillar 2 soll eine effektive globale Mindestbesteuerung von Einkommen sicherstellen und potentiell verbleibende, von „BEPS 1.0“ nicht effektiv geschlossene Risiken der ungewollten Steuergestaltung ausschließen. Nach dem Vorbild der US-Steuerreform soll eine „Income Inclusion Rule“ sowie eine „Tax on Base Eroding Payments“ geschaffen werden.

 

Lesen Sie mehr:

Pillar 1: Der "Unified Approach" im Überblick

(Deutsch; PDF 0.4 MB)

Pillar 2: GloBE - Proposal

(Deutsch; PDF 0.1 MB)

 

KPMG hilft Ihnen die Auswirkungen für Ihr Unternehmen zu analysieren

KPMG Global hat ein Model entwickelt, welches von allen KPMG-Mitgliedsunternehmen unterstützt wird, um unseren Mandanten im Zusammenhang mit BEPS 2.0 zu helfen - sei es bei der Inhouse-Schulung von Mitarbeitern, bei der Betroffenheitsanalyse und Modellierung der steuerlichen Effekte bezogen auf eine individuelle Unternehmensgruppe oder bei der Teilnahme an Konsultationsprozessen mit der OECD. Dabei können wir auf Erfahrungen zurückgreifen, die wir als KPMG Netzwerk bereits bei der erfolgreichen Beratung und Begleitung von Unternehmen in Konsultationen mit der OECD gemacht haben.

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