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Das internationale Unternehmenssteuerrecht befindet sich in einem fundamentalen Wandel

Der BEPS Maßnahmenkatalog der OECD aus dem Jahr 2015 („BEPS 1.0“) initiierte bereits zahlreiche Änderungen in der internationalen Besteuerungspraxis. In Aktionspunkt 1 wurden seinerzeit besondere „Herausforderungen bei der Besteuerung der digitalen Wirtschaft“ identifiziert. Konkrete Lösungsvorschläge blieb die OECD allerdings schuldig. Als unmittelbare Reaktion darauf führten zahlreiche Staaten unilaterale Digitalsteuern ein. Um einen „Flickenteppich“ nationaler Alleingänge zu vermeiden, hat die OECD zu Beginn des Jahres 2019 das BEPS 2.0-Projekt angestoßen. Aktueller Höhepunkt der Debatte sind die Blueprints zu Pillar 1 und Pillar 2 aus dem Oktober 2020.

BEPS 2.0-Initiative

Das BEPS 2.0-Projekt der OECD hat zum Ziel, ein global abgestimmtes Besteuerungskonzept zu erarbeiten, das den Problemstellungen des digitalen Zeitalters gerecht wird. Gleichzeitig sollen mit Blick auf Compliance-Anforderungen und künftige Streitbeilegung Konzepte erarbeitet werden, um das Besteuerungsverfahren effizient zu gestalten. Die OECD hat die bislang erarbeiteten Konzepte in zwei Säulen („Pillars“) aufgeteilt.

Pillar 1 zielt auf die Erweiterung der Besteuerungsrechte zwischen den beteiligten Staaten ab. Ein neuer steuerlicher Anknüpfungspunkt („Nexus“) soll den Quellen-/Marktstaaten zusätzliches Steuersubstrat sichern. Der Fokus liegt dabei auf den digitalen Geschäftsmodellen sowie dem „Consumer-facing Business“, also Dienstleistungen, die automatisiert an eine große Anzahl von Kunden oder Nutzern digital erbracht werden. Beispiele sind Onlinewerbung, Monetarisierung von Daten, Suchmaschinen, Vermittlungs-/Social-Mediaplattformen, Digital Content Dienste (z. B. Streaming) aber auch Online-Spiele, Cloud-Computing und standardisierte Online-Lehrveranstaltungen.

Pillar 2 soll eine effektive globale Mindestbesteuerung sicherstellen und potenziell verbleibende, von „BEPS 1.0“ nicht ausreichend geschlossene Risiken der unerwünschten Steuergestaltung ausschließen.

Tax Bites – BEPS 2.0 Pillar II

BEPS 2.0 nimmt Fahrt auf: Mit dem Blueprint zu Pillar II strebt die OECD eine effektive globale Mindestbesteuerung an. Was das für die Unternehmen bedeutet und welche Maßnahmen daraus abgeleitet werden können, erläutern unsere Steuerexperten Claus Jochimsen-von Gfug, Andreas Ball, Lea Rövekamp und Bogdan Hinz.

KPMG unterstützt Sie bei der Analyse möglicher Auswirkungen auf Ihr Unternehmen

KPMG hat zu Pillar 1 und 2 jeweils ein Quick Impact Tool (QuIT I und QuIT II) entwickelt. Die Tools unterstützen Sie bei einer ersten High-Level-Simulation der potenziellen Auswirkungen des OECD-Vorschlags auf Ihre Unternehmensgruppe. Mit Hilfe von Schiebereglern und Drop-Down-Feldern können Sie verschiedene Szenarien simulieren und so eine erste Indikation über das Ausmaß Ihrer „Betroffenheit“ ermitteln. Hier finden Sie Details zum QuIT I (Deutsch/Englisch) und QuIT II (Deutsch/Englisch).

Für die Erst-Analyse benötigen wir nur

  1. die Daten aus dem Country-by-Country Reporting als Excel-Datei sowie
  2. die Umsätze, die das Unternehmen in den jeweiligen Marktstaaten erwirtschaften.

Gerne stellen wir Ihnen die Tools vor. Sprechen Sie uns an.