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IASB schlägt Änderungen an IAS 12 vor

IASB schlägt Änderungen an IAS 12 vor

Das IASB reagiert damit auf Unsicherheiten bei der Bilanzierung von latenten Steuern.

Hanne Böckem

Partner, DPP

KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

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Das IASB hat einen Entwurf ED/2019/5 „Deferred Tax related to Assets and Liabilities arising from a Single Transaction“ (Vorgeschlagene Änderungen an IAS 12) veröffentlicht.

Das IASB reagiert damit auf bestehende Unsicherheiten bei der Bilanzierung von latenten Steuern im Zusammenhang mit Leasingverhältnissen und Entsorgungs- bzw. Wiederherstellungsverpflichtungen („decommissioning obligations“).

Werden Vermögenswerte und Schulden erstmalig erfasst, gilt unter bestimmten Voraussetzungen die sog. „initial recognition exemption“ (IAS 12.15). In diesen Fällen sind latente Steuern ausnahmsweise nicht anzusetzen. In der Praxis bestand Unsicherheit darüber, ob diese Ausnahmeregelung auch für Leasingverhältnisse und Entsorgungs- bzw. Wiederherstellungsverpflichtungen gilt. Um eine einheitliche Anwendung des Standards zu gewährleisten, hat das IASB daher nun eng begrenzte Änderungen zu IAS 12 vorgeschlagen.

Danach soll die Ausnahmeregelung nicht für Transaktionen gelten, in denen beim erstmaligen Ansatz sowohl abziehbare als auch steuerbare temporäre Differenzen in gleicher Höhe entstehen.

Die vorgeschlagenen Änderungen würden dazu führen, dass latente Steuern auf Leasingverhältnisse und Entsorgungs- bzw. Wiederherstellungsverpflichtungen anzusetzen sind.

Die Kommentierungsfrist endet am 14. November 2019. Der Entwurf steht auf der Internetseite des IASB zum Download zur Verfügung.

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