Änderungen an IFRS Standards in EU-Recht übernommen - KPMG Deutschland
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Änderungen an diversen IFRS Standards in EU-Recht übernommen

Änderungen an IFRS Standards in EU-Recht übernommen

Die EU hat am 14. März 2019 die Änderungen an diversen Standards im Rahmen der jährlichen Verbesserungen in EU-Recht übernommen.

Hanne Böckem

Partner, DPP

KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

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Die Europäische Union hat am 14. März 2019 die Änderungen an diversen Standards im Rahmen der jährlichen Verbesserungen an den IFRS Standards Zyklus 2015 – 2017 in EU-Recht übernommen.

Die Europäische Union hat die Verordnung (EU) Nr. 2019/412 vom 14. März 2019 zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 1126/2008 betreffend die Übernahme bestimmter internationaler Rechnungslegungsstandards in Übereinstimmung mit der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates heute veröffentlicht.

Die Änderungen betreffen im Einzelnen:

  • IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse
    Erlangt ein Unternehmen Beherrschung über einen Geschäftsbetrieb, an dem es zuvor im Rahmen einer gemeinsamen Tätigkeit (joint operation) beteiligt war, sind die Grundsätze für sukzessive Unternehmenszusammenschlüsse anzuwenden. Der bislang vom Erwerber gehaltene Anteil ist demnach neu zu bewerten (IFRS 3.42A).
  • IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen
    Erlangt eine Partei an einem Geschäftsbetrieb, an dem sie zuvor im Rahmen einer gemeinsamen Tätigkeit (joint operation) beteiligt war, gemeinschaftliche Führung (joint control), wird der bisher gehaltene Anteil nicht neu bewertet (IFRS 11.B33CA).
  • IAS 12 Ertragsteuern
    Alle ertragsteuerlichen Konsequenzen von Dividendenzahlungen sind in gleicher Weise zu berücksichtigen wie die Erträge, auf denen die Dividenden beruhen. Das heißt, sie sind im Gewinn oder Verlust zu erfassen, es sei denn die Dividende beruht auf Erträgen, die direkt im sonstigen Ergebnis (other comprehensive income) oder sonstigen Eigenkapital erfasst wurden (IAS 12.57A).
  • IAS 23 Fremdkapitalkosten
    Bei der Bestimmung des Finanzierungskostensatzes, wenn ein Unternehmen allgemein Mittel für die Beschaffung von qualifizierenden Vermögenswerten aufgenommen hat, sind Kosten für Fremdkapital, das speziell im Zusammenhang mit der Beschaffung von qualifizierenden Vermögenswerten aufgenommen wurde, bis zu deren Fertigstellung nicht zu berücksichtigen (IAS 23.14).

Die Änderung tritt für Berichtsperioden in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen.

Die EU-Verordnung steht auf der Seite des Amtsblattes der Europäischen Union zur Verfügung.

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