IKS im Sparkassensektor - KPMG Deutschland
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IKS im Sparkassensektor

IKS im Sparkassensektor

Auch 2018 hat KPMG eine Studie zum Internen Kontrollsystem (IKS) von Finanzinstituten durchgeführt. Der Schwerpunkt lag auf dem Sparkassensektor.

Thorsten Janker

Director, Financial Services

KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

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Genau wie für Banken liegen auch für Sparkassen aufsichtsrechtliche Anforderungen zur Implementierung und Überwachung eines IKS vor. Das Ziel sollte möglichst sein, eine Balance zwischen Risikostrategie des Hauses und einem angemessenen Reifegrad des IKS zu finden, welches es den Sparkassen ermöglicht zielgerichtet und risikoorientiert agieren zu können. Allerdings stellt sich auch hier immer wieder die Frage bezüglich des benötigten Ausgestaltungsgrades des IKS, da externe Vorgaben diesbezüglich stets unspezifisch und auslegungsbedürftig bleiben. 

Aus diesem Grund hat KPMG die IKS-Studie in diesem Jahr speziell für den Sparkassensektor durchgeführt, um Sparkassen die Möglichkeiten zu geben, in direktem Vergleich zu ihrer Peer Group zu treten und den Querschnitt der Ausgestaltung innerhalb ihres Sektors zu erfahren. An der Studie haben sich 18 Sparkassen unterschiedlicher Größe und Geschäftsmodelle mit unter anderem einem Drittel der 15 größten Sparkasseninstitute Deutschlands (gemessen an der Bilanzsumme 2017) beteiligt. 

Zusammenfassend lassen sich folgende wesentliche Erkenntnisse ableiten:

Übergreifende Fragestellungen zum IKS: Basierend auf einer bankweiten Prozesslandkarte wird von über 80% der befragten Institute eine bereichsübergreifende End-to-End-Prozessbetrachtung zur Ermittlung wesentlicher Risiken und zugehöriger IKS-Schlüsselkontrollen vorgenommen.

Um einen institutsweit einheitlichen, konsistenten und zuverlässigen Umgang mit IKS-Themen sicher zu stellen, wird zunehmend auf eine zentrale IKS-Instanz zurückgegriffen. Allerdings ist eine IKS-Zentrale unter den teilnehmenden Instituten erst bei der Hälfte etabliert. Die IKS-Zentrale erfüllt gemäß den Teilnehmern primär die Rolle eines allgemeinen Ansprechpartners und Methodengebers bezüglich der Ausgestaltung und Dokumentation des IKS.

IKS-Regelkreis: Die Beurteilung der Wirksamkeit von IKS-Schlüsselkontrollen wird als wesentliches Element des IKS-Regelkreises angesehen und 70% der befragten Institute führen eine solche Beurteilung bereits durch. 

Verzahnung mit anderen Kontrollfunktionen: Knapp 70% der befragten Institute wenden ein bankweit übergreifendes Modell zur Einwertung von Prozessrisiken an. Eine Abstimmung der IKS-Berichterstattung mit anderen Kontrollfunktionen wird bislang nur in einem Drittel der befragten Sparkassen vorgenommen. 

Überwachung durch den Verwaltungsrat: In gut der Hälfte der befragten Institute erhalten die Verwaltungsräte ein regelmäßiges Reporting bezüglich der Wirksamkeit des bankweiten IKS. 

Entwicklungstendenzen: Die Antworten zeigen das Bestreben der Institute, die Intensivierung und Verzahnung aller institutseigenen Kontrollfunktionen (bspw. Compliance, IT-Security, etc.) aber auch den Informationsaustausch mit der Internen Revision voranzutreiben. 

Gerne stellen wir Ihnen die Ergebnisse der IKS-Studie für den Sparkassensektor persönlich und im Detail vor. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme und ein Gespräch mit Ihnen.

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