Internationaler Steuerwettbewerb - KPMG Deutschland
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Internationaler Steuerwettbewerb - timefortaxes

Internationaler Steuerwettbewerb

Deutschland hat im internationalen Vergleich einen der höchsten Unternehmenssteuersätze. Dies schafft Anreize für Steuergestaltungen. Zugleich sollen auf internationaler Ebene der schädliche Steuerwettbewerb sowie aggressive Steuerplanung eingedämmt werden. Was bedeutet dies für Deutschland und die Unternehmen? Antworten sucht das Diskussionsformat „timefortaxes“.

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Time for Taxes

Inwieweit werden durch den fortschreitenden Steuerwettbewerb Unternehmen zur internationalen Steuergestaltung motiviert? Welche moralischen Grenzen bestehen dabei? Und inwieweit muss die Politik Gesetze so verfassen, dass darin die moralischen Grenzen zum Ausdruck kommen? „Internationaler Steuerwettbewerb - Was ist legitime Steuergestaltung?“ war das Thema für die hochkarätig besetzte Diskussionsrunde im neuen KPMG Veranstaltungsformat „timefortaxes“ im Schloss Herrenhausen in Hannover: Prof. Dr. Dietmar Gosch, Vorsitzender Richter am Bundesfinanzhof a. D., Dr. Thomas Eisgruber, Ministerialrat im Bayerischen Staatsministerium der Finanzen, Sabine Springer, Sachgebietsleiterin im Finanzamt Hannover, Dr. Ulrike Schramm, Leiterin Steuern bei Continental, und Dr. Danyal Bayaz, Mitglied des Deutschen Bundestages - moderiert von Prof. Dr. Kay Blaufus von der Leibniz Universität Hannover.

Seit Jahren sinken die Unternehmenssteuersätze international. Deshalb steht Deutschland – trotz erheblicher Senkungen in den letzten Jahrzehnten – an der Spitze der Länder mit den höchsten Steuersätzen. Die Diskussionsrunde war sich einig: Deutschland ist unter Zugzwang. Nach der umfassenden US Steuerreform schauen sich deutsche Unternehmen bereits nach Investitionsmöglichkeiten in den USA um. Der Steuersatz hat große Symbolwirkung – aber die Wettbewerbsfähigkeit definiert sich nicht alleine über den Unternehmenssteuersatz, eine Rolle spielen auch Faktoren wie Innovation, Infrastruktur und Fachkräfte. Das Gesamtpaket aller Standortvorteile und -nachteile entscheidet über Investitionen in Deutschland. Deshalb die Forderung der Expertenrunde an die Politik: Schafft Anreize für Unternehmen, weiterhin hierzulande zu investieren.

Podiumsdiskussion

Die Runde betrachtete aber auch die andere Seite der Medaille: Wie wird ein Unternehmen den Anforderungen der Anleger und der Öffentlichkeit gerecht? Was ist eine aggressive – und was eine angemessene Steuerplanung? In einer Live-Abstimmung beteiligten sich auch die rund 175 Zuschauer an der kontroversen Diskussion. „Das spannende an dieser Talkrunde war, dass die Thematik von unterschiedlichen Standpunkten aus beleuchtet wurde. Man hat zwar keine allgemeingültigen Antworten bekommen, aber Argumente und Meinungen, die zum Nachdenken anregen. Es hat auf jeden Fall Spaß gemacht, der Diskussion zu folgen“, äußerte sich eine Zuschauerin.

Das Konzept „timefortaxes“ haben unsere Tax-Partner Oliver Mattern, Serjoscha Keck und Falko Fiedler gemeinsam mit dem Institut für Betriebswirtschaftliche Steuerlehre der Leibniz Universität Hannover und dem Verein zur Förderung der Steuerrechtswissenschaft an der Leibniz Universität Hannover entwickelt.

Im Anschluss an die Talkrunde lieferten sich Ministerialrat Thomas Eisgruber und Dr. Andreas Körner, Leiter Finanzierung und Umwandlungssteuerrecht bei Volkswagen, ein Vortagsduell zwischen Finanzverwaltung und Wirtschaft. Sie thematisierten dabei die Chancen und Risiken bei der bevorstehenden Umsetzung der Anti-Tax-Avoidance-Richtlinie (EU ATAD).

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