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Der digitale Wandel verlangt von Angestellten lebenslanges Lernen. Für die Bundesagentur für Arbeit (BA) bedeutet das mehr individuellen Beratungsbedarf – ausgerechnet in einer Zeit, da der demografische Wandel zu Personalmangel führt. Die Bundesagentur für Arbeit begegnet dem Problem proaktiv. Mit ihrer digitalen Agenda will sie ihr Dienstleistungsangebot dem Kundenverhalten anpassen. Ein wichtiger Baustein dafür ist die Digitalisierung und Automatisierung von Prozessen und Entscheidungen, um Mitarbeitende bei ihren Aufgaben zu entlasten.

Wir prüften zusammen mit BA-Mitarbeitenden in einem Proof of Concept, ob es technisch und fachlich möglich ist, die Antragsbearbeitung zu automatisieren. Dafür modellierten wir die Aktivitäten und Entscheidungen der Antragsbearbeitung auf Basis von Business Process Model and Notation 2.0 und Decision Model and Notation 1.1. Mit Hilfe dieser Modellierungsstandards stellten wir die Prozesse und die darin enthaltenen Entscheidungen dar – einheitlich und leicht verständlich. Mit einem Tool setzten wir die Modelle dann direkt in Prozess- und Regelmaschinen um. Der Aufwand für die Programmierung reduziert sich dadurch auf ein Minimum.

Digitale Dienstleistung: sicher und automatisiert

Das Ergebnis der Arbeit in dem organisationsübergreifenden Team aus Fach- und IT-Experten war ein Prototyp. Der Prototyp prüft Arbeitslosengeld-Anträge auf Vollständigkeit, fordert fehlende Unterlagen an und führt die relevanten Bearbeitungsschritte automatisiert aus. Er schlägt den Mitarbeitenden der Bundesagentur für Arbeit eine Entscheidung vor und informiert sie über etwaige Besonderheiten.

Zukunft ist, wenn Anträge automatisch bearbeitet werden – und BA-Mitarbeitende mehr Zeit für die individuelle Beratung ihrer Kunden haben.

Erfahren Sie hier mehr darüber, wie wir mit unserem Beratungsangebot die Digitalisierung im öffentlichen Sektor unterstützen.