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SFTR – Securities Financing Transaction Regulation

SFTR – Securities Financing Transaction Regulation

Mehr Transparenz für Wertpapierfinanzierungsgeschäfte

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SFTR, die Verordnung über die Meldung von Wertpapierfinanzierungsgeschäften [Verordnung (EU) Nr. 2015/2365], soll mehr Transparenz in den Markt der Wertpapierfinanzierungsgeschäfte (WPFGs) bringen. Der Hintergrund  ist, dass durch die Weitergabe von erhaltenen Sicherheiten komplexe Verbindungen zwischen traditionellen Banken und dem Schattenbanksektor entstehen können. Durch die SFTR wird es dem Regulator erleichtert, relevante und volumenstarke Gegenparteien zu identifizieren und eine etwaige Risikokonzentration zu überwachen.

Doch wer ist von der Verordnung betroffen? Was bedeuten die neuen Regelungen für Finanzdienstleister und wann greifen sie? 

Die neuen Anforderungen betreffen, wenn nicht explizit eingeschränkt, alle am europäischen Markt agierenden Marktteilnehmer die WPFGs tätigen oder Weiterverpfändungen von Sicherheiten vornehmen. Dabei werden unter WPFGs im Wesentlichen folgende Geschäfte verstanden:

  • Pensionsgeschäfte (Repos)
  • Wertpapier- und Warenleihgeschäft
  • „Buy/Sell back“- und „Sell/Buy back”-Geschäfte
  • Lombardgeschäfte

Herausforderungen der Meldung von WPFGs

Eine zentrale Herausforderung erwächst aus der Vielzahl an Informationen, die an das Transaktionsregister für jedes WPFG zu melden sind. Dazu gehören Angaben zu verwendeten Sicherheiten, ihrer Art und Qualität, sowie der Methode der Bereitstellung und Aspekte über die Verfügbarkeit der Sicherheiten für die Weiterverwendung.

In diesem Zusammenhang ist die Identifikation betroffener Geschäfte sowie die zeitnahe Bereitstellung der erforderlichen Daten als problematisch zu erachten.

Zeithorizont der Inkraftsetzung

Zeithorizont der InkraftsetzungDie EU Kommission hat im Dezember 2018  einen angepassten Entwurf der SFTR angenommen und zur Prüfung an das EU Parlament und den EU Rat übergeben. Diese haben nun maximal drei Monate Zeit um den Entwurf zu prüfen und ggfs. Einspruch einzulegen. Da eine Einspruch eher unwahrscheinlich ist, kann mit einer Veröffentlichung der delegierten Verordnung im EU Amtsblatt bis Ende Q1 2019 gerechnet werden. Daraus ergeben sich folgende Zeitpunkte für die Inkraftsetzung der Meldeanforderungen gem. Art. 4:

  • Kreditinstitute und Wertpapierfirmen:  Q2 2020
  • Zentrale Gegenparteien und Zentralverwahrer: Q3 2020
  • Fonds (OGAW/AIFM) und Versicherungsunternehmen: Q4 2020
  • Nichtfinanzielle Gegenparteien: Q1 2021

Erste Schritte zu einer zeitgerechten Umsetzung

 
Mit der Anpassung des RTS durch die EU Kommission sind nun alle offenen Fragen geklärt. Nun gilt es die Anforderungen zu analysieren und den tatsächlichen Umsetzungsaufwand zu quantifizieren. Unsere Erfahrung aus bereits durchgeführten Auswirkungs- und Gapanalysen zeigt, dass die Komplexität der Umsetzung im Markt oft unterschätzt wird.
 
Profitieren Sie von unserer breiten Expertise und gesammelten Erfahrungen. Hier stellen wir Ihnen unser SFTR-Assessment vor. Erfahren Sie mehr darüber, was bei der Einführung der SFTR zu beachten ist.

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