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Brexit-Wegweiser für Unternehmen

Brexit-Wegweiser für Unternehmen

Auswirkungen des EU-Austritts von Großbritannien auf deutsche Unternehmen: Aktuelle Entwicklungen und Handlungsempfehlungen.

Handlungsempfehlungen für Unternehmen zum Brexit

Am 23. Juni 2016 entschied sich Großbritannien für den Austritt aus der Europäischen Union (EU). Die Beziehung zwischen der Europäischen Union und dem Vereinigten Königreich hat sich seitdem verändert – mit Auswirkungen auf die Wirtschaft. Betroffen sind vor allem Firmen, die grenzübergreifende Geschäfte mit Großbritannien oder aus dem Vereinten Königreich heraus tätigen.

Nun wurde im Januar 2020 auch das Austrittsabkommen unterschrieben und der Brexit besiegelt. Die Unsicherheit aber bleibt, ob bis 31. Dezember 2020 oder darüber hinaus. Denn wie die zukünftigen Handelsbeziehungen aussehen ist erst in den nun folgenden Verhandlungen zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich zu klären.

 

Unsere Brexit-Beratung

Auf dieser Seite geben wir einen Überblick über aktuelle Entwicklungen, erklären, welche Folgen der Brexit für deutsche Unternehmen hat, und zeigen Handlungsempfehlungen auf, wie Firmen diesen Veränderungen begegnen können.

 

Wahrscheinlichkeit eines harten Brexit ist hoch

Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass Großbritannien die EU am 31. Dezember 2020 ohne ein umfangreiches Handelsabkommen verlassen wird. Das würde bedeuten, dass ab dem 1. Januar 2021 für einige wichtige Handelsbereiche keine abschließenden Regelungen gelten. Ob sich eine Escape-Klausel findet, die einen weiteren Aufschub für die bis dahin nicht geregelten Bereiche gewährt, ist ebenfalls unsicher. Die drohenden Folgen wären unter anderem hohe Zölle und nicht tarifäre Handelshemmnisse mit unkalkulierbaren Risiken für Unternehmen – von Schwierigkeiten in der Lieferkette bis hin zu unsicheren Devisengeschäften. Für jegliche Handelsvereinbarung zwischen England und der EU kann man davon ausgehen, dass sie nicht besser sein wird, als wenn Großbritannien Teil der EU geblieben wäre. Also auch dann werden Produkte teurer und der Handel komplexer. Das Worst Case Szenario eines Hard Brexits besteht weiter, sollten sich die Verhandlungspartner in den wichtigsten Bereichen nicht einig werden. Hinzu kommt der Streit um die Grenze zwischen Nordirland und Irland.

 

Die drängendsten Fragen rund um den Brexit

Was bedeutet der Brexit für die Transportwege, Waren- und Lieferketten von Unternehmen und können alle Ressourcen in bzw. aus UK unverändert genutzt werden? Wir haben die drängendsten Fragen rund um den Brexit gesammelt und geben Antworten

 

Auswirkungen des Brexit

Durch den Brexit ist bei Unternehmen eine Vielzahl komplexer Anpassungen nötig: insbesondere steuer- und zollrechtlich, arbeits-, datenschutz- und patentrechtlich, operativ in den Bereichen Logistik und IT, finanziell und strategisch. Wir analysieren für Sie, in welchem Ausmaß die einzelnen Sektoren vom Brexit betroffen sind. Mehr dazu in unserem Brexit-Leitfaden.

 

Chancen des Brexit

Mit dem Brexit gehen nicht nur Risiken für deutsche Unternehmen einher, sondern es tun sich auch Chancen auf: es bietet sich die Möglichkeit, die Ausrichtung des UK-Geschäfts in Bezug auf Kooperationspartner, Investitionsobjekte und Marktzugänge grundlegend neu zu beurteilen. Es bieten sich beispielweise neue Perspektiven durch Kooperationen mit britischen Unternehmen in Drittstaaten. So haben britische Unternehmen auf dem afrikanischen Kontinent investiert und nehmen damit eine führende Rolle ein. Hiermit liegt Großbritannien übrigens weit vor der deutschen Wirtschaft, welche eine eher untergeordnete Rolle auf dem Subkontinent spielt.

 

Brexit wirft seine Schatten voraus

Die Auswirkungen des Brexit spürt man weiterhin: das britische BIP-Wachstum verlangsamte sich 2019 erheblich, da die mit dem Brexit verbundenen Unsicherheiten die Ausgaben belasteten. Das Wachstum in den Jahren 2020 und 2021 dürfte aufgrund des beschleunigten Zeitplans der Regierung für den Austritt aus dem Binnenmarkt und der Zollunion schwach ausfallen.

Der Außenhandel zwischen Deutschland und Großbritannien verliert vor dem bevorstehenden Brexit immer weiter an Schwung: das Vereinigte Königreich rutschte mit einem Handelsumsatz von unter 70 Milliarden Euro auf Rang sieben der wichtigsten Handelspartner Deutschlands ab. In den ersten sieben Monaten des Jahres 2019 lag der Wert der deutschen Exporte mit 47 Milliarden Euro um etwa 4 Prozent unter dem Vorjahreswert. Auch die Importe gingen um mehr als 3 Prozent auf knapp 21 Milliarden Euro zurück (Daten u.a. KPMG Studien und Weltbank, 2019 - 2020).

Zudem halten Premierminister Boris Johnson und US Präsident Donald Trump an einem Handelsabkommen nach dem Brexit fest. Großbritannien hofft, dadurch den transatlantischen Warenhandel zu erhöhen. Knackpunkt könnte hier aber die irische Lobby sein, die von einem Abkommen mit der früheren Schutzmacht nur schwer zu überzeugen sein wird.

 

UK-Investitionen im Ausland steigen

Seit dem EU-Referendum 2016 sind die Investitionen britischer Firmen im Ausland gestiegen. Diese wären sicherlich sonst zum Teil in der UK getätigt worden. Aber aufgrund der unsicheren Lage wurden Investitionen innerhalb des Landes erst mal vielfach auf Eis gelegt.
  

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