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Brexit-Wegweiser für Unternehmen

Brexit-Wegweiser für Unternehmen

Auswirkungen des EU-Austritts von Großbritannien auf deutsche Unternehmen: Aktuelle Entwicklungen und Handlungsempfehlungen.

Handlungsempfehlungen für Unternehmen zum Brexit

Großbritannien hat den Austritt aus der Europäischen Union (EU) eingereicht. Damit wird sich mittelfristig die Beziehung zwischen der Europäischen Union und dem Vereinigten Königreich verändern – mit Auswirkungen auf die Wirtschaft. Betroffen sind vor allem Firmen, die grenzübergreifende Geschäfte mit Großbritannien oder aus dem Vereinten Königreich heraus tätigen.
 

Unsere Brexit-Beratung

Auf dieser Seite geben wir einen Überblick über aktuelle Entwicklungen, erklären, welche Folgen der Brexit für deutsche Unternehmen hat, und zeigen Handlungsempfehlungen auf, wie Firmen diesen Veränderungen begegnen können.
 

Wahrscheinlichkeit eines harten Brexit ist hoch

Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass Großbritannien die EU ohne Anschlussvertrag (harter Brexit) verlässt. Dies zumindest ist der aktuelle Plan der UK-Regierung von Premierminister Boris Johnson. Das würde bedeuten, dass es zu einem ungeregelten Brexit am 31. Oktober kommt. Die Folge eines harten Brexit wären unter anderem hohe Zölle und nicht tarifäre Handelshemmnisse mit unkalkulierbaren Risiken für Unternehmen – von Schwierigkeiten in der Lieferkette bis hin zu unsicheren Devisengeschäften. Hinzu kommt der Streit um die Grenze zwischen Nordirland und Irland.

Aber auch wenn man sich auf einen Brexit mit Übergangsregelung (Withdrawal Agreement) mit unverändertem Austrittstermin Ende 2020 einigt, wird es zu Verwerfungen bei Unternehmen und Verbrauchern kommen. Denn bei jeglicher Handelsvereinbarung zwischen England und der EU kann man davon ausgehen, dass sie schlechter sein wird, als wenn Großbritannien Teil der EU geblieben wäre. Also auch dann werden Produkte teurer und der Handel komplexer.
 

Die drängendsten Fragen rund um den Brexit

Was bedeutet der Brexit für die Transportwege, Waren- und Lieferketten von Unternehmen und können alle Ressourcen in bzw. aus UK unverändert genutzt werden? Wir haben die drängendsten Fragen rund um den Brexit gesammelt und geben Antworten
 

Auswirkungen des Brexit

Durch den Brexit ist bei Unternehmen eine Vielzahl komplexer Anpassungen nötig: insbesondere steuer- und zollrechtlich, arbeits-, datenschutz- und patentrechtlich, operativ in den Bereichen Logistik und IT, finanziell und strategisch. Wir analysieren für Sie, in welchem Ausmaß die einzelnen Sektoren vom Brexit betroffen sind. Mehr dazu in unserem Brexit-Leitfaden.
 

Chancen des Brexit

Mit dem Brexit gehen nicht nur Risiken für deutsche Unternehmen einher, sondern es tuen sich auch Chancen auf: Es bieten sich beispielweise neue Perspektiven durch Kooperationen mit britischen Unternehmen in Drittstaaten. So ist Großbritannien zum Beispiel mit rund 60 Milliarden Dollar auf dem afrikanischen Kontinent investiert und nimmt damit eine führende Rolle ein. Hiermit liegt Großbritannien übrigens weit vor der deutschen Wirtschaft, welche mit nur 10 Milliarden Dollar eine eher untergeordnete Rolle auf dem Subkontinent spielt.
 

Brexit wirft seine Schatten voraus

Auswirkungen des Brexit spürt man schon jetzt: Die britische Wirtschaft ist im 2. Quartal 2019 das erste Mal seit sieben Jahren geschrumpft. Die Wahrscheinlichkeit einer Rezession im Vereinigten Königreich ist damit sehr groß geworden.

Auch auf den Handel zwischen Deutschland und UK hat der Brexit schon jetzt Auswirkungen: Importe aus Großbritannien sind im Jahr 2018 um über 15 Prozent und Exporte nach Großbritannien um über 10 Prozent gesunken. Dieser Trend scheint sich auch 2019 fortzusetzen: Mit einem Handelsvolumen von 50 Milliarden Euro in den ersten fünf Monaten des Jahres liegt das Vereinigte Königreich demnach aktuell nur noch auf Rang 7 der wichtigsten deutschen Handelspartner – 2017 war es noch Rang 5, 2018 Rang 6.
 

UK-Investitionen im Ausland steigen

Seit dem EU-Referendum am 23. Juni 2016 sind die Investitionen britischer Firmen im Ausland gestiegen. Diese wären sicherlich sonst zum Teil in der UK getätigt worden. Aber aufgrund der unsicheren Lage wurden Investitionen innerhalb des Landes erst mal komplett auf Eis gelegt.
 

Handelsabkommen zwischen USA und Großbritannien ungewiss

Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump hat Großbritannien angeboten, umgehend nach dem Brexit ein neues Handelsabkommen abzuschließen. Knackpunkt könnte hier aber die irische Lobby sein, die von einem Abkommen mit der früheren Schutzmacht nur schwer zu überzeugen sein wird.

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