CEO Outlook 2019 - KPMG Deutschland
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Nachhaltigkeitsanforderungen und Klimawandel größte Risiken für Unternehmenswachstum

CEO Outlook 2019

KPMG-Umfrage unter 1.300 CEOs weltweit

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Nachhaltigkeitsanforderungen und Klimawandel stellen nach Meinung der meisten CEOs aktuell die größten Risiken für das Wachstum ihres Unternehmens dar. Das zeigen die Ergebnisse des CEO Outlook 2019 von KPMG, für den 1.300 Vorstandschefs von Unternehmen aus elf Ländern[1] befragt wurden, darunter 125 CEOs aus Deutschland. Die Unternehmen verzeichnen einen Umsatz von mindestens 500 Mio. US$; ein Drittel sogar von mehr als 10 Mrd. US$.

Angelika Huber-Straßer, Bereichsvorstand Corporates bei KPMG: „Die Gefahren aus Umweltrisiken und Klimawandel werden inzwischen höher eingeschätzt als die Risiken disruptiver Technologien, des wachsende Protektionismus und Cyber-Gefahren. Und während es früher genügte, auf kurzfristige Überraschungen gefasst zu sein, so kommt es heute nach Ansicht der Mehrheit der CEOs vor allem darauf an, alert und agil sein zu sein. Ein CEO muss jederzeit bereit sein, seine Entscheidungen anzupassen: an sich ändernde Kundenbedürfnisse, an technologische Innovationen und natürlich auch an die Geschwindigkeit, mit der sich die Wettbewerber wandeln. Wer nicht agil genug ist, wird scheitern, sagen bereits zwei von drei CEOs. Das ist ein deutliches Zeichen.“

Deutsche CEOs hoffen auf Wachstum im Heimatmarkt 

Besonders kritisch sehen die Befragten das weltweite Wirtschaftswachstum. Der Anteil derjenigen, die die Wachstumsaussichten für die kommenden drei Jahre optimistisch beurteilen, ist von 89 Prozent im Jahr 2016 auf nur noch 62 Prozent gesunken. Von den deutschen Unternehmenslenkern erwartet für die nächsten drei Jahre sogar nur noch jeder zweite ein globales Wirtschaftswachstum (50 Prozent). Sie sind dafür umso optimistischer, selbst auf dem Heimatmarkt wachsen zu können. Hier liegt die Zustimmungsquote bei 94 Prozent.

CEOs wünschen sich Akzeptanz einer „Fehlerkultur“

80 Prozent der deutschen CEOs wünschen sich, dass ihre Mitarbeiter Innovationen vorantreiben, die auch scheitern dürfen. Allerdings attestieren nur 40 Prozent ihrem Unternehmen, eine solche „fail-fast“-Kultur zu leben; global sind es immerhin 56 Prozent.

Fusionen und Übernahmen sollen Digitalkompetenz sichern

Um möglichst schnell Digitalkapazitäten aufzubauen, kommt dem Zukauf innovativer Digitalunternehmen eine Schlüsselrolle zu. 84 Prozent der Befragten erwägen in den kommenden drei Jahren entsprechende Zukäufe. Haupttreiber dabei ist nach Auskunft der CEOs die Tatsache, auf diese Weise das Geschäftsmodell schneller zu transformieren als es auf organischem Wege möglich wäre. Angelika Huber-Straßer, Bereichsvorstand Corporates bei KPMG: „Während Fusionen und Übernahmen üblicherweise wegen Skalierung und Synergieeffekten initiiert werden, geht es bei digitalgetriebenen Mergers & Acquisitions darum, die Transformation des eigenen Geschäftsmodells durch den Zukauf neuer Technologien oder Dienstleistungen voranzutreiben.“

Hindernis: Veraltete IT-Struktur

Viele Unternehmen leiden unter einer fragmentierten IT-Infrastruktur und mangelnden Abstimmung zwischen Front-, Middle- und Backoffice-Funktionen. Kommt dann noch Silo-Denken dazu, wird es für Unternehmen umso schwieriger, sich zügig auf die Veränderungen einzustellen. CEOs sehen sich deshalb zunehmend in der Verantwortung, die bereichsübergreifende Zusammenarbeit voranzutreiben. 79 Prozent sehen sich hier stärker in der Verantwortung als dies bei ihren Vorgängern der Fall gewesen sei.

CEOs setzen auf die Cloud

Um die Probleme einer fragmentierten Digital-Infrastruktur in den Griff zu bekommen, wollen die CEOs verstärkt auf Cloud Computing setzen. 79 Prozent der CEOs wollen nach eigenen Angaben die Cloud-Nutzung im Unternehmen erweitern. Und sogar 84 Prozent sagen, dass sie sich persönlich um die IT-Strategie kümmern. Dazu gehört auch, sich Gedanken um die Cyber-Sicherheit zu machen. Für 71 Prozent der CEOs hat IT-Security strategische Bedeutung und kann sogar einen Wettbewerbsvorteil bedeuten.

CEOs glauben an neue Arbeitsplätze durch Robotik und KI

Die Mehrheit der Vorstandschefs (65 Prozent weltweit und 73 Prozent in Deutschland) geht zudem davon aus, dass in den kommenden drei Jahren durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz und Robotik mehr Arbeitsplätze geschaffen als abgebaut werden. Angelika Huber-Straßer: „Wer bisher dachte, Automatisierung und Künstliche Intelligenz seien klassische Hype-Themen, die wieder verschwinden, sollte schnell umdenken. KI-Technologie wird unser Leben grundlegend verändern.“

 

Hinweis: Sie finden sowohl die Ergebnisse der weltweiten Umfrage als auch die Ergebnisse der Befragung unter CEOs in Deutschland in zwei separaten pdf-Dateien im Anhang.

 

[1] Deutschland, Frankreich, Italien, Niederlande, Spanien, Vereinigtes Königreich, USA, Japan, Australien, China und Indien

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