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KPMG-Umfrage: COVID 19-Impfungen eine Hauptvoraussetzung

CEOs rechnen mehrheitlich erst 2022 mit Rückkehr zur Normalität

CEOs rechnen mehrheitlich erst 2022 mit Rückkehr zur Normalität

Berlin, 23. März 2021

Fast die Hälfte der globalen CEOs geht angesichts der andauernden Covid-19-Pandemie von einer Rückkehr zur Normalität nicht vor dem kommenden Jahr aus (46 Prozent). Nur jeder Dritte erwartet diese noch 2021. 24 Prozent sagen sogar, dass sich ihre Geschäfte und Abläufe durch die globale Pandemie für immer verändert haben. Gleichzeitig ist die hohe Zuversicht für das eigene Unternehmen zurück und erreicht nahezu Vorkrisenwerte. 88 Prozent der deutschen CEOs sind davon überzeugt, dass das eigene Unternehmen in den kommenden drei Jahren wachsen wird. Das zeigt der aktuelle „CEO Outlook Pulse Survey“ von KPMG, für den 500 CEOs der größten Unternehmen aus elf Ländern im Februar und März dieses Jahres befragt wurden (darunter 50 aus Deutschland).*

Für eine möglichst schnelle Rückkehr zur Normalität müssen die Pandemie-Beschränkungen durch die Regierungen zurückgenommen werden, signalisiert etwa durch eine Aufhebung der Lockdown-Maßnahme, sagen 75 Prozent der befragten CEOs. Knapp zwei Drittel halten eine umfassende Impfung der Bevölkerung für eine Hauptvoraussetzung (61 Prozent). Sorgen bereitet über der Hälfte der CEOs die Tatsache, dass nicht alle ihrer Mitarbeiter weltweit gleichzeitig die Möglichkeit erhalten, sich impfen zu lassen (55 Prozent).

Angelika Huber-Straßer, Bereichsvorstand Corporates bei KPMG Deutschland: „Viele CEOs sind besorgt, dass nicht alle ihre Mitarbeiter Zugang zu einem Covid-19-Impfstoff haben werden, was sich auf bestimmte Märkte und Teile der Unternehmenstätigkeit nachteilig auswirken kann. Fast alle Unternehmen wollen ihre Mitarbeiter bitten, sie im Falle einer erfolgten Impfung zu informieren. Das dürfte den Unternehmen helfen, ihre Schutzmaßnahmen zu optimieren. Ein Viertel der Unternehmen will grenzüberschreitende Geschäftsreisen bis zum Ende der Pandemie weiter einschränken – in Deutschland sogar jedes dritte.“

CEOs schätzen Cyberrisiken als größte Gefahr ein

Cyberrisiken bezeichnen die CEOs als größtes Risiko für das Unternehmenswachstum in den kommenden drei Jahren. Hier haben die deutschen Unternehmen größere Befürchtungen als ihre Counterparts in anderen Ländern (27 Prozent Deutschland gegenüber 18 Prozent international). Das ist nachvollziehbar. In den vergangenen Monaten haben die Schnittstellen zu Mitarbeitern, Kunden und auch externen Partnern stark zugenommen und an Stellenwert gewonnen – ob im Zuge der Gestaltung einer neuen, digitalisierten und virtualisierten Arbeitswelt (61 Prozent) oder eines transparenten Lieferantenmanagementsystems. Der gewollte Datenaustausch schafft aber nur dann Mehrwert, wenn eine abgestimmte IT-Architektur Sicherheit schafft.

Deutsche Unternehmen mit M&A-Appetit

Deutsche Unternehmen sind im weltweiten Vergleich expansionswilliger: Jeder dritte CEO gibt an, dass sein Unternehmen innerhalb der nächsten drei Jahre Übernahmen anstrebt, die einen signifikanten Einfluss auf das eigene Geschäft haben (31 Prozent gegenüber 18 Prozent). Als häufigstes Motiv für eine Übernahme nennen die Befragten den Zugang zu neuen digitalen Technologien.

 

Hinweis: Die ausführlichen Umfrageergebnisse finden Sie unter https://home.kpmg/xx/en/home/insights/2021/03/ceo-outlook-pulse.html.

* Australien, China, Deutschland, Frankreich, Indien, Italien, Japan, Kanada, Spanien, Vereinigtes Königreich und USA. Alle Unternehmen haben einen Jahresumsatz von mehr als 500 Millionen US-Dollar; ein Drittel hat einen Jahresumsatz von mehr als 10 Milliarden US-Dollar.

Ihre Ansprechpartner

Marita Reuter

Leiterin Unternehmenskommunikation
KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Thomas Blees

Stv. Leiter Unternehmenskommunikation
KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft