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KPMG: Corona-Pandemie beschleunigt Auflösung des klassischen Auto-Weltmarkts

Auflösung des klassischen Auto-Weltmarkts durch Corona

„Corona-Krise birgt auch Chancen für Hersteller“

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Berlin/ München, 5. Juni 2020

Die globale Corona-Pandemie verstärkt nach Ansicht des Beratungs-unternehmens KPMG die Entstehung regional sehr unterschiedlich ausgeprägter Automärkte. „Der althergebrachte Weltmarkt für Pkw ist in der Auflösung begriffen, und Covid-19 wird diese Entwicklung noch beschleunigen“, sagte Dieter Becker, Global Head of Automotive bei KPMG, heute anlässlich der Vorstellung des 21. „Global Automotive Executive Survey“ von KPMG in München. „Die Verfügbarkeit von Rohstoffen wird zunehmend die Industriepolitik der einzelnen Staaten und die Technologieagenda der Hersteller beeinflussen“, so Becker weiter. Subventionen und ordnungspolitische Rahmenbedingungen würden zunehmend für sehr unterschiedliche Bedingungen in den einzelnen Ländern sorgen.

Die Produktion und der Verkauf von Autos werden nach Ansicht von KPMG weltweit im 3. Quartal dieses Jahres wieder Fahrt aufnehmen. Analog zur Ausbreitung des Covid-19-Virus werde das Hochfahren der Kapazitäten aber wellenförmig und damit regional äußerst unterschiedlich verlaufen. „Hersteller mit einer starken China-Präsenz haben die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie früher zu spüren bekommen als die, die ihr Hauptgeschäft in Amerika oder Europa machen. Entsprechend wellenförmig dürften auch die Erholungsphasen einsetzen. Die Hersteller sollten diese Wellenbewegungen unbedingt in ihren aktuellen Szenario-Berechnungen berücksichtigen“, appellierte Becker an die Industrieverantwortlichen.

Sorge der Kunden um persönliche Unversehrtheit birgt Chancen

Die derzeitige Pandemie werde zu fundamentalen Änderungen in der Nachfrage führen und berge damit auch Chancen für die Hersteller, prophezeit KPMG. „Mehr denn je sehen die Kunden das Fahrzeug in der Krise als Schutz ihrer persönlichen Unversehrtheit“, so Becker. „Sie werden deshalb ihr Budget und die persönliche Gesundheit sorgsam gegeneinander abwägen. Hier sollten die Hersteller ansetzen und sich intensiv um ihre Kundenbeziehungen kümmern. Dazu gehört in Zeiten der Unsicherheit und erhöhtem Kostenbewusstsein der Konsumenten die Entwicklung flexibler und günstiger Vertragsangebote für Neufahrzeuge. In China beispielsweise hat die panische Angst vor Ansteckung bereits zu einer stärkeren Nachfrage sowohl im Niedrig- als auch im Hochpreissegment geführt.“ Diese Erfahrung habe man auch schon 2003 anlässlich der SARS-Pandemie gemacht.

Experten: Verbrennungsmotor wird Auslaufmodell

Zum ersten Mal in der 21jährigen Geschichte des Global Automotive Survey von KPMG räumen die befragten Experten dem Verbrennungsmotor für die Zukunft nicht mehr die größten Marktanteile ein. Die meisten gehen davon aus, dass sich bis 2030 die unterschiedlichen Antriebsarten mehr oder weniger gleichmäßig am Markt vertreten sein werden. „Covid-19 wird zu einer verzögerten Entwicklung des prognostizierten künftigen Antriebsstrang-Mixes führen, insbesondere, wenn sich Subventionsprogramme grundlegend ändern sollten“, so Becker.

Zur Umfrage:

Für den 21. „Global Automotive Executive Survey“ von KPMG wurden im Februar 2020 in 30 Ländern über 1.100 Entscheider der Automobil- und Technologiebranche sowie mehr als 2.000 Konsumenten online befragt. 59 Prozent der Entscheider arbeiten für Unternehmen mit einem Umsatz von über 1 Milliarde Dollar, 22 Prozent in Unternehmen mit mehr als 10 Milliarden Dollar Umsatz. Die gesamten Umfrageergebnisse finden sich im interaktiven Format hier.

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