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Die Innenstädte in Deutschland sind infolge der Corona-Krise gefährdet, ihre Attraktivität zu verlieren. Förderkonzepte sollten in Zukunft treffsicherer sein. Krisengewinner, wie beispielsweise der Onlinehandel, sollten nicht unnötigerweise subventioniert werden. Trotz aller politischer Maßnahmen sind viele Unternehmen nachhaltig in ihrer Existenz bedroht. Das betrifft den stationären Einzelhandel in den Innenstädten ebenso wie die Hotellerie. 

Dies sind Ergebnisse aus dem Herbstgutachten 2020 des Rates der Immobilienweisen, der im Auftrag des Zentralen Immobilien Ausschusses ZIA, die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Immobilienwirtschaft untersucht hat. 

Das ganze Gutachten hier lesen.

Wohnimmobilienmarkt unbeeindruckt von Corona-Pandemie

Der deutsche Wohnimmobilienmarkt ist aufgrund von langjährig festgeschriebenen Zinsen, hohen Laufzeiten und hohen Eigenkapitalanforderungen von Stabilität gekennzeichnet, so das Gutachten. Dagegen sind Wirtschaftsimmobilien anfällig für Konjunktureinbrüche und Unternehmensinsolvenzen.

Hotellerie: Erholung erst bis 2024

Der coronabedingte Shutdown brachte den Tourismus in Deutschland fast vollständig zum Erliegen. Im ersten Halbjahr 2020 sanken die Übernachtungszahlen in Deutschland um rund 47 Prozent zum Vorjahr. Der Tourismus in Deutschland wird frühestens 2022 wieder das Niveau von 2019 erreichen  - mit einer Erholung ist wohl eher in den Jahren 2023/2024 zu rechnen. Zu diesem Schluss kommen die Immobilienweisen. 

Logistikimmobilien: Herbstgutachten sieht Bedeutung steigen

Die Nachfrage bei Nutzern und Investoren im Segment der Logistikimmobilien ist weiterhin hoch und hat sich während der Krise sogar noch verstärkt. Das Investmentvolumen in Lager-, Logistik- und Unternehmensimmobilien lag im ersten Halbjahr mit knapp 3,9 Milliarden Euro 57 Prozent über dem Vorjahreszeitraum.

Rückgang des Büroflächenbedarfs um 10 % erwartet

Im ersten Halbjahr 2020 wurden mit 1,13 Millionen Quadratmetern umgesetzter Bürofläche lediglich 66 Prozent des Vorjahresniveaus erreicht, da Anmietungsentscheidungen vorerst eingestellt beziehungsweise in die Zukunft verschoben wurden. Vor allem in den Metropolen stand die Nachfrage einem limitierten Angebot gegenüber. So das Ergebnis der ZIA-Untersuchung. Erhebungen und Diskussionsbeiträge zum Homeoffice-Trend gehen derzeit davon aus, dass gegenüber dem durchschnittlichen Büroflächenbedarf von 2019 rund zehn Prozent weniger Büroflächen benötigt werden.

Verstärkte Nachfrage bei Pflegeimmobilien erwartet

Als konjunkturunabhängige Immobilienanlage mit nachhaltigem Cashflow sind Seniorenimmobilien in der aktuell rezessiven Marktphase bei gleichzeitig hoher Marktliquidität verstärkt gefragt. Zu diesem Schluss kommt der Rat der Immobilienweisen in seinem Gutachten. 

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