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Film- und TV-Produktionsunternehmen haben durch Covid-19 und die damit einhergehenden Maßnahmen schwere Einbußen hinnehmen müssen. Von einem Tag auf den anderen wurden viele Dreharbeiten stillgelegt. Mittlerweile ist unter Einhaltung von Sicherheitsmaßnahmen die Produktion von Filmen und Serien punktuell wieder angelaufen, doch das Risiko weiterer Produktionsausfälle ist immer noch hoch.

Auf Initiative der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) wurde daher ein Ausfallfonds ins Leben gerufen. Er ist Teil des Konjunkturpakets „Neustart Kultur“ und soll Produktionsunternehmen bei Covid19-bedingten Produktionsausfällen oder -unterbrechungen entschädigen. Die BKM stellt für den Ausfallfonds Mittel in Höhe von bis zu 50 Millionen Euro für die Jahre 2020 und 2021 zur Verfügung.

Seit wann kann der Ausfallfonds in Anspruch genommen werden?

Der Ausfallfonds ist am 11. September 2020 in Kraft getreten und wird bis zum 30. Juni 2021 laufen. Damit können Anträge ab sofort gestellt werden. Sie müssen spätestens sieben Wochen vor Drehbeginn erfolgen.

Für bereits vor dem 11. September 2020 begonnene Produktionen gibt es eine Übergangregelung. Anträge auf Ausgleich künftiger Covid19-Schäden können gestellt werden, wenn sich diese Produktionen bei Inkrafttreten des Ausfallfonds bereits in der Risikophase befunden haben. Die Antragstellung muss spätestens zehn Wochen nach dem Inkrafttreten der Richtlinie, d.h. bis zum 20. November 2020 erfolgen.

Wer ist anspruchsberechtigt?

Anmeldeberechtigt sind grundsätzlich Hersteller von bundesgeförderten Kinofilm- und HighEnd-Serienproduktionen, die im Rahmen des DFFF, GMPF, der kulturellen Filmförderung der BKM oder der Projektfilm- oder Referenzfilmförderung der FFA gefördert werden.

Welche Schäden werden abgedeckt?

Grundsätzlich können Schäden ausgeglichen werden, die durch in Deutschland aufgetretene Covid19-bedingte Produktionsstörungen bis zum 30. Juni 2021 während der Risikophase einer Produktion entstehen. Die Leistungen des Ausfallfonds erfassen sowohl personenbezogene Risiken wie eine Covid-19-Erkrankung, eine Quarantäneanordnung bei Crew und Cast, als auch infrastrukturelle Risiken.

Es können maximal so viele Produktionen im gleichen Zeitraum am Ausfallfonds teilnehmen, wie insgesamt Deckungsmittel zur Verfügung stehen.

Um vom Ausfallfonds profitieren zu können, ist eine ordnungsgemäße und sehr zeitnahe Antragstellung erforderlich. 

Dabei unterstützt Sie das Medien-Team der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft sehr gerne und steht Ihnen für weitere Fragen zur Verfügung. 

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