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Kirche im Umbruch

Der Wandel in Gesellschaft und Kirche sowie die sinkende Zahl der Kirchenmitglieder und des pastoralen Personals stellen die Kirche vor Herausforderungen. Es ist zu erwarten, dass diese Entwicklungen durch die Folgen der Covid-19-Pandemie zusätzlich verstärkt werden. Zudem verändern gesellschaftliche Trends wie die demographische Entwicklung und die Digitalisierung das Umfeld mit zunehmender Geschwindigkeit.

Dennoch ist die Stimme der Kirche in öffentlichen Debatten nach wie vor gefragt, und die Kirche soll weiterhin als relevante gesellschaftliche Größe wahrgenommen werden. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, einen übergeordneten Veränderungsprozess aktiv zu gestalten und eine Gesamtstrategie für die mit ihr verbundenen Institutionen zu entwickeln.

Vor diesem Hintergrund findet in vielen kirchlichen Organisationen derzeit ein Strategieprozess zur Neuausrichtung statt.

Auswirkungen auf den Immobilienbestand

Diese Neuausrichtung hat enorme Auswirkungen auf den Immobilienbestand. Dieser ist sehr heterogen, in Teilen stark sanierungsbedürftig und befindet sich im Eigentum verschiedener Rechtsträger.

Im Rahmen des Strategieprozesses gilt es zu analysieren, inwiefern der aktuelle Immobilienbestand sowie dessen Nutzung auf die definierten Ziele der zukünftigen Gesamtstrategie einzahlen und in welchen Bereichen Anpassungsbedarf besteht. 

Dabei ist es wichtig, von einer lokalen Einzelfallentscheidung hin zu einem funktionalen Gesamtkonzept zu kommen. Dies ist eine besondere Herausforderung, da jeder individuelle Nutzer von der Zukunftsfähigkeit „seiner Liegenschaft“ überzeugt ist und große emotionale Bindungen bestehen.

Welche Gebäude sind strategisch relevant und nachhaltig finanzierbar?

Zur Identifikation der strategisch relevanten Gebäude ist eine strukturierte und transparente Systematik erforderlich. Dazu ist es notwendig, die für die zukünftige Ausrichtung relevanten Kriterien zu definieren. Dies erhöht die Nachvollziehbarkeit der Entscheidungen und entlastet die Entscheidungsträger. 

Für die Entwicklung von relevanten Kriterien und einer Systematik können die in der folgenden Grafik dargestellten Fragen und Ziele/Chancen helfen.

Tabelle

Um einzelfallbezogenen Entscheidungen vorzugreifen, sollte proaktiv vorgegangen werden. Zudem ist es aufgrund des großen Immobilienumfangs sinnvoll, die Vorgehensweise in einer „Pilotregion“ zu erproben und danach auf das Gesamtgebiet auszuweiten.

Geeignete Business-IntelIigence-Lösungen helfen dabei, die Portfolioanalyse effizienter und benutzerfreundlicher umzusetzen. Dies erhöht zudem die Akzeptanz und Nachvollziehbarkeit der Ergebnisse.

Screenshot Toolanalyse

Durch die transparente Darstellung der Kriterien und Schwerpunkte erhält der Nutzer bzw. Eigentümer Hinweise für die Optimierung seiner Immobilien (z. B. Mehrfachnutzung von Räumen).