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SAP-S/4HANA-Transformation: Was Banken und Versicherer jetzt bewegt

Zur Marktumfrage: Was Banken jetzt bewegt

Zur Marktumfrage: Was Versicherungen jetzt bewegt

Mit Hinblick auf Anforderungen an die IT befinden sich Finanzinstitute derzeit in einer herausfordernden Situation.

Steigender regulatorischer Druck und wachsende Anforderungen an das handelsrechtliche und aufsichtliche Reporting werden von zunehmenden Ansprüchen an die IT-Compliance ergänzt. Viele Geschäftsmodelle stehen im aktuell schwierigen Zinsumfeld zudem auf dem Prüfstand, was den Instituten Unsicherheit sowie zum Teil großen Kostendruck beschert.

Aus dieser Gemengelage ergeben sich diverse Handlungsnotwendigkeiten, um einerseits durch Harmonisierung, Standardisierung und Automatisierung Effizienzen zu heben und andererseits die sich laufend entwickelnde Regulatorik jederzeit konform abzubilden.

Das Resultat ist eine hohe Change-Frequenz, welche Kapazitäten bindet und von den Mitarbeitern ein hohes Maß an Wandlungsfähigkeit verlangt. Mit den vielen Veränderungen einhergehende Eigenentwicklungen und manuelle Prozesse können darüber hinaus größere Betriebsaufwände nach sich ziehen.

Auch trägt die anstehende Ablösung des bestehenden SAP ERP durch SAP S/4HANA zur hohen Change-Frequenz bei.

Den geplanten Umgang der Finanzdienstleister mit dieser zusätzlichen, aber durchaus chancenreichen Herausforderung wollten wir besser verstehen, um durch dieses Marktbewusstsein ein verantwortungsvoller Ansprechpartner mit Überblick und auf Augenhöhe sein zu können. 

KPMG hat 2020 bereits in zweiter Auflage eine Markstudie auf dem deutschen Banken- und Versicherungsmarkt durchgeführt.

Ein Großteil der befragten Institute bewegt sich mittlerweile im SAP-Umfeld und nutzt SAP-Anwendungen, deren Support in den kommenden Jahren ausläuft. Somit steht ihnen ein technologischer Wandel bevor.

Wir haben erfahren, dass die meisten Institute die Einführung von S/4HANA als strategisches Projekt planen, um zum Beispiel Prozesse oder die Datenqualität zu optimieren.

Ein Projekt zur Umstellung auf S/4HANA wird von den Befragten oft als Herausforderung bewertet. Dies liegt zum einen an den hohen Umsetzungskosten, zum anderen an einer langen Einführungsdauer.

Marktumfrage: Was Banken jetzt bewegt

2019 gingen wir erstmals mit einer Kurzumfrage am deutschen Bankenmarkt der Frage nach, wie sich aktuelle Trends in der SAP-Roadmap auf Kreditinstitute auswirken und welche Chancen und Risiken die Banken in den aktuellen Hot Topics von SAP sehen.

2020 legten wir unsere Umfrage neu auf. Aufgrund der Ankündigung von SAP, eine Verlängerung der Wartungszusage der aktuellen Business Suite von bisher 2025 bis zum Jahr 2027 (bzw. gebührenpflichtig bis 2030) vorzunehmen, war die spannende Frage, wie Banken diese veränderte Frist aufnehmen. Zu dieser und weiteren Fragen konnten wir uns durch Auswertung der Umfragerückmeldungen ein aussagekräftiges Bild machen.

Speziell für Banken und Versicherer hat SAP eine neue, integrierte Ziel-Architektur entworfen. Innerhalb dieser existieren diverse Module, die auf die institutsspezifischen Anforderungen abgestimmt sind.

Der inhaltliche Schwerpunkt unserer Umfrage wurde hierbei auf die Themen SAP S/4HANA, SAP FPSL und SAP FSDM gelegt. Zusätzlich wurde 2020 das Thema SAP-Roadmap für Banken als Untersuchungsgegenstand aufgenommen. Von KPMG-Experten aufgestellte Thesen zu den zentralen Elementen wurden in Fragen überführt, ausgewählten Banken zur Beantwortung zugesandt und anhand der Antworten auf Validität geprüft. Unter den Umfrageteilnehmern befinden sich Banken aus dem privatwirtschaftlichen, dem öffentlich-rechtlichen und dem genossenschaftlichen Sektor, unterschiedlicher Größe gemessen an der Bilanzsumme.

Über diesen Weg konnten die Einschätzungen des Marktes zu ausgewählten Themen konkretisiert werden:

SAP S/4HANA

Eine Umstellung auf SAP S/4HANA wird als alternativlos eingeschätzt. Die meisten Institute sehen zudem eine Transformation als Projekt mit strategischer Dimension. Der zeitliche Druck ist auch aufgrund der Wartungsverlängerung jedoch noch nicht so stark ausgeprägt. Die Minderheit geht die Projekte als reine technische Migrationen, ohne strategischen Nutzen an.

SAP Financial Services Data Management (FSDM)

Es gibt wenig Markterfahrung zum aktuellen Stand der Integrationsfähigkeit und den Möglichkeiten von FSDM. Die Teilnehmer reagieren darauf mit einer hohen Erwartung an die Potentiale der FSDM und zeigen gleichzeitig eine hohe Skepsis gegenüber diesem Produkt.

SAP Financial Products Sub Ledger (FPSL)

Der strategische Nutzen der FPSL-Umstellung durch Orientierung am SAP-Standard wird von der absoluten Mehrheit der Teilnehmer gesehen. Gleichzeitig verstärkt der hohe Umfang an Eigenentwicklungen bei vorhandenen Bank-Analyzer-Installationen die Hemmungen zu einer Umstellung auf SAP FPSL.

SAP-Roadmap

Nur wenige Teilnehmer haben bereits eine umfassende Roadmap bzw. über eine mögliche Einführung aller zur Verfügung stehenden Module entschieden. Dass ein Wechsel auf die Nachfolgelösungen insbesondre beim SAP-Haupt- und -Nebenbuch (FPSL) gesetzt ist, zeichnet sich allerdings ab. Ebenfalls ist ein klarer Trend zur Cloud-Nutzung trotz Bedenken zu Datenschutz und Compliance zu erkennen.

Die ersten Ergebnisse der Studie können dem Artikel „Ausblick auf ein spannendes Jahrzehnt: Mit SAP in der Finanzindustrie durch die 2020er-Jahre“ entnommen werden.

Nehmen Sie für weiterführende Details und Erkenntnisse gerne Kontakt mit uns auf.

Marktumfrage: Was Versicherungen jetzt bewegt

Im Sommer 2019 gingen wir erstmals mit einer Kurzumfrage am deutschen (Rück-) Versicherungsmarkt der Frage nach, wie sich aktuelle Trends in der SAP-S/4-Roadmap auf die Versicherer auswirken und welche Chancen sowie Risiken in den aktuellen Kernthemen von SAP gesehen werden.

Mit den gewonnenen Erkenntnissen legten wir im Herbst 2020 unsere Umfrage unter neuen Rahmenbedingungen und präzisierten Schwerpunkten neu auf. Aufgrund der Ankündigung von SAP, eine Verlängerung der Wartungszusage der aktuellen ERP-Systemgeneration von bisher 2025 bis zum Jahr 2027 (bzw. gebührenpflichtig bis 2030) vorzunehmen, war die spannende Frage, wie Versicherungen diese veränderte Frist aufnehmen. Zudem galt es herauszufinden, wie die Transformationsprojekte in der Versicherungsbranche durch die Covid-19-Auswirkungen bisher beeinflusst wurden. Zu dieser und weiteren Fragen konnten wir uns ein aussagekräftiges Bild machen.

Speziell für (Rück-) Versicherungen, genauso wie für Banken, hat SAP eine Ziel-Architektur entworfen. Innerhalb dieser existieren Module, die auf die institutsspezifischen Anforderungen abgestimmt sind.

Der inhaltliche Schwerpunkt unserer Umfrage wurde hierbei auf die Themen SAP S/4HANA, SAP FPSL und SAP PaPM und die SAP Analytics Cloud (SAC) gelegt. Zusätzlich wurde in 2020 das Thema SAP-Roadmap für (Rück-) Versicherungen und Banken als Untersuchungsgegenstand aufgenommen. Von KPMG-Experten aufgestellte Thesen zu den zentralen Elementen wurden in Fragen überführt, ausgewählten Versicherern zur Beantwortung zugesandt und anhand der Antworten auf Validität geprüft.   

Ziel der Umfrage war es, durch die Zusammenstellung einer heterogenen Gruppe an Teilnehmern, ein möglichst breites Stimmungsbild einzuholen. Entsprechend finden sich unter den Umfrageteilnehmern sowohl regionale als auch globale Erstversicherer und Rückversicherungen mit sowohl Sach- als auch Lebensgeschäftsfeldern. Darüber hinaus hat KPMG die Vertreter von Konzernmuttergesellschaften und Konzerntochtergesellschaften befragt.

Über diesen Weg konnten die Einschätzungen des Marktes zu ausgewählten Themen konkretisiert werden:

SAP S/4HANA

Für über 90% der befragten Versicherer ist S/4HANA der logische Nachfolger ihres bestehenden ERP. Die Hälfte der Teilnehmer sieht zudem eine Transformation als Projekt mit strategischer Dimension. Dabei wird insbesondere eine Orientierung am SAP-Standard und die Neuverortung von spezifischen Funktionen in der jeweiligen IT-Architektur betrachtet.

SAP Financial Products Sub Ledger (FPSL)

Noch sind die Funktionen von SAPs zentralem Nebenbuch für Versicherungen nicht allen Teilnehmern bekannt. Das Interesse an FPSL ist jedoch gewachsen und die Anzahl durchgeführter Vorstudien zur Bewertung von Einsatzmöglichkeiten und Umsetzungen steigt an. Das wachsende Interesse kann sicherlich auch durch IFRS 17-Projekte mit neuen regulatorischen Anforderungen zur Bilanzierung begründet werden.

SAP Perfomance and Profitability Management (PaPM)

PaPM hat einen zentralen Platz in der langfristigen SAP-Ziel-Architektur für Versicherungen. Der Funktionsumfang und die konkreten Einsatzmöglichkeiten sind vielschichtig. Daher empfehlen wir hierzu eine individuelle, geschäftsbezogene Analyse. Unter den Umfrageteilnehmern werden aktuell insbesondere Anwendungsfälle im Controlling und Accounting von Vorreitern betrachtet und implementiert.

SAP Analytics Cloud (SAC)

Als zentrales neues Analytics-System hat die SAC im Versicherungsmarkt schon verstärkt Aufmerksamkeit erhalten. Etwa die Hälfte der befragten Versicherungsinstitute plant bereits eine Implementierung in den nächsten Jahren. Auch hier gibt es einzelne Vorreiter, die bereits begonnen haben. Als aktuelle Hürden in der Cloud-Nutzung wurden insbesondere datenschutzrechtliche sowie Compliance-Aspekte und die architektonische Integration in die bestehende Systemlandschaft gesehen. Wir empfehlen, diese Aspekte durch Austausch mit Erstanwendern zu beleuchten.

SAP-Roadmap

Nur wenige Teilnehmer haben bereits eine umfassende Transformationsroadmap bzw. haben sich über eine mögliche Einführung der zur Verfügung stehenden Module entlang der Ziel-Architektur final entschieden.

Nehmen Sie für weiterführende Details und Erkenntnisse gerne Kontakt mit uns auf.

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