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Das neue Zuger Steuergesetz 2020

  • Markus Vogel, Partner |

Mit dem Jahreswechsel kommt es zeitgleich zu mehreren Anpassungen im Unternehmenssteuerrecht – sowohl auf nationaler als auch kantonaler Ebene. Dabei geht es mehrheitlich um die Umsetzung des Bundesgesetzes über die Steuerreform und AHV-Finanzierung (STAF, vgl. Blog-Artikel). Daneben erfährt das Zuger Steuergesetz auch Änderungen, die mit dem Sparpaket 2019 beschlossen wurden.

Hintergrund

Kernelement der Steuerreform bildet die Abschaffung der Steuerprivilegien für Statusgesellschaften, welche den internationalen Standards nicht mehr entsprechen. Neu werden somit sämtliche Gesellschaften nach den gleichen Regeln besteuert. Zwecks Verhinderung von Steuerausfällen und um international weiterhin als attraktiver Standort zu gelten, senkt der Kanton Zug den Gewinnsteuertarif und schafft Entlastungsmassnahmen für die Unternehmen.

Kanton Zug sichert sich die Spitzenposition

Mit einem künftigen effektiven Gewinnsteuertarif von 11.91% (Kantonshauptort) sichert sich der Kanton Zug die Spitzenposition im schweizweiten Vergleich (bisher: 14.35%). Des Weiteren werden Gewinne aus Patenten und vergleichbaren Rechten zu lediglich 10% in die Bemes-sungsgrundlage einbezogen und der Forschungs- und Entwicklungsaufwand kann für die steuerliche Gewinnermittlung um 50% erhöht werden. Um den bisherigen Statusgesellschaften den Übergang zur ordentlichen Besteuerung zu erleichtern, sieht der Kanton Zug in Bezug auf die stillen Reserven Übergangsmassnahmen vor (Aufdeckungslösung oder Sondersatzlösung).

Einen Überblick über die anstehenden Änderungen in deutscher sowie englischer Sprache finden Sie zusammen mit der aktuellen Fassungen des Steuergesetzes des Kantons Zug (inklusive Verordnung) in der KPMG eigenen Publikation "Steuerrecht des Kantons Zug" hier zum Download. Falls Sie eine Ausgabe in Papierform wünschen, nehmen wir Ihre Anfrage gerne via infozentralschweiz@kpmg.com entgegen.

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